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Wie ein Podcast die queere Community in Mainz stärkt

Rica und Yvonne teilen ihre Erfahrungen als queere Menschen in Mainz. Mit ihrem Podcast schaffen sie Raum für Austausch, Humor und Sichtbarkeit.

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Von Autor/in Zoé Wolters

In der "Bar jeder Sicht", einem queeren Treffpunkt in Mainz, haben Rica (30) und Yvonne (28) einen Platz gefunden, an dem sie sich wohlfühlen. Beide bezeichnen sich als queer - ein Begriff, der für sie für Freiheit und Zugehörigkeit stehe.

Für Yvonne ist "queer" wie ein Regenschirmbegriff. Es bezeichne ihre sexuelle Orientierung und Identität. Denn Yvonne sieht sich weder als heterosexuell noch als cis-geschlechtlich. "Das bedeutet, dass wir uns weder als Mann noch als Frau fühlen."

Yvonne hat erst mit 25 Jahren herausgefunden, dass sie bisexuell ist, dass heißt, dass das Geschlecht beim Daten keine Rolle spielt. Rica hat den Begriff "queer" mit 18 Jahren zum ersten Mal bewusst gehört. "Von ‚Ich bin falsch‘ wurde es zu ‚Ich gehöre zu einer Gruppe dazu'", erinnert sie sich. Der Begriff habe ihr geholfen, Gleichgesinnte zu finden und sich selbst besser zu verstehen.

An einem Tisch sitzen Yvonne und Ria mit roten Jacken über weißen T-Shirts. Sie halten Mikrofone in den Händen.
privat

Teilen Persönliches im Podcast

Vor etwa einem Jahr beschlossen Rica und Yvonne, ihre Erfahrungen in einem Podcast zu teilen. "Pommesschranke" heißt ihr humorvoller und hemmungsloser Podcast, in dem sie wöchentlich über queere Themen sprechen und persönliche Geschichten erzählen.

Für Rica und Yvonne ist es wichtig, ihre Erfahrungen auf lockere und zugängliche Weise zu teilen. "Wir wollen, dass die queere Szene in Mainz wächst", betont Rica.

Über das eigene Leben als queere Person zu sprechen, ist für die beiden der richtige Weg, mit ihrer sexuellen Identität umzugehen. Und damit scheinen Rica und Yvonne anderen auch eine Stütze zu sein. Denn sie bekommen immer wieder Nachrichten von Menschen, denen es ähnlich geht.

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Zoé Wolters
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