Der Weg zum Wetterexperten war für Stefan Bender quasi vorgezeichnet: Er wurde während der Hamburger Sturmflut 1962 geboren, einer der größten Wetterkatastrophen der letzten 100 Jahre. Sein Interesse an der Meteorologie wurde als Jugendlicher geweckt, als er in den Weinbergen seiner Eltern mithalf.
Wir mussten leider häufig bei Regen ran, weil die Wettervorhersagen damals oft nicht gestimmt haben. Das hat mich stark motiviert, es selbst einmal besser zu machen.
An der Ludwig-Maximilians-Universität in München studierte Bender dann Meteorologie. In dieser Zeit sammelte er spannende Praxiserfahrungen. So installierte er Wetterstationen in luftiger Höhe auf Wettermasten und beschäftigte sich bei einem Praktikum zur Meteorologie des Segelflugs intensiv mit den physikalischen Vorgängen des Wetters.
Später wurde ihm dann klar: Es ist für den Meteorologen nicht nur wichtig, für eine gute Wettervorhersage die Fakten zu kennen. Es ist auch eine Kunst, diese komplexen Phänomene Nicht-Fachleuten zu erklären. Das übte Stefan Bender bei den Segelflugmeisterschaften in Hockenheim und den Deutschen Meisterschaften im Gas-Ballonfahren bei Augsburg, die er meteorologisch betreute.
Und genau das ist auch heute noch bei jedem SWR4 Wettergespräch seine Motivation: Es geht darum, täglich sehr komplizierte wissenschaftliche Fakten verständlich, kompakt und meist noch unterhaltsam zu präsentieren.
Das Vorhersage-Gebiet reicht vom Siegerland bis zu den Alpen und bietet fast jeden Tag aufs Neue "meteorologische Spezialitäten" – mehr Ansporn geht nicht!