Schauspieler Christian Berkel ist zwischen zwei unterschiedlichen Welten aufgewachsen und musste lange mit seiner traumatischen Familiengeschichte kämpfen.
Seine Mutter war Jüdin, floh vor den Nazis nach Frankreich und wurde beinahe in den Tod nach Ausschwitz geschickt. Sein Vater war deutscher Soldat und saß lange in russischer Kriegsgefangenschaft. Die Zerissenheit zwischen den verschiedenen Welten, zwischen französischer und deutscher Kultur, zwischen Judentum und Christentum nagte lange an ihm – bis er sich in seinen Romanen selbst therapierte.
Ich war nicht ganz Jude und ich war nicht ganz deutsch. 'Nicht ganz' bedeutete für mich als Kind kaputt. Aber wer war ich dann?
Mit Mitte 50 saß der gebürtige Berliner zum ersten Mal in einer Synagoge und heulte Rotz und Wasser. Für Berkel war dieses einschneidende Erlebnis wichtig, um sich an seine jüdischen Wurzeln zu erinnern und gab ihm ein Gefühl von Ankommen.
Christian Berkel spricht im Interview auch über seine Ehe mit Schauspielkollegin Andrea Sawatzki und erzählt, dass sich das Paar manchmal bewusst entfremdet, um vor der Kamera authentisch zu bleiben.
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