Atomwaffen: Aufrüsten statt Abrüsten?

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Der israelische Angriff auf den Iran wirft einmal mehr die Frage auf, ob Atomwaffen der Sicherheit dienen oder von ihnen ausschließlich Gefahr ausgeht.

"Einerseits gibt es heute deutlich weniger Nuklearwaffen weltweit, als es zu Höchstzeiten des kalten Krieges der Fall war, andererseits muss man feststellen, dass der kooperative Geist zur Einigung nuklearer Risiken deutlich nachgelassen hat", sagt Rafael Loss, Policy Fellow beim European Council on Foreign Relations.

So rüste unter anderem China in unbekanntem Maße auf. Auch Nordkorea, Indien und Pakistan seien Nuklearmächte. Ob es bei diesen Nuklearmächten bleibe, darüber würden die geopolitischen Dynamiken entscheiden, so Loss.

Die aktuellen Krisen und Kriege könnten nicht nur die nukleare Abrüstung diskreditieren, sondern auch zu neuer nuklearer Aufrüstung führen.

Inwieweit er es für sinnvoll hält, dass sich Europa selbst verstärkt nuklear bewaffnet, erklärt Rafael Loss im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler.

Trier/Jerusalem

Zwei Trierer und der Iran-Krieg

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6.8.1980 | 1980, nach dem Scheitern der Abrüstungsverhandlungen zwischen Ost und West, nimmt das atomare Wettrüsten weiter Fahrt auf. Zum 35. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima warnt das schwedische Friedensforschungsinstitut Sipri vor einem drohenden Atomkrieg in Europa.

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Bernhard Seiler
Bernhard Seiler steht im Gang eines SWR-Gebäudes.
Onlinefassung
Julia Salinas