Am Flüsschen Murg in Rastatt gibt es wieder Biber. Das Nagetier galt vor mehr als 150 Jahren im Südwesten als ausgerottet. "Entlang der Murg stellt man angenagte Baumstämme fest", sagt die Ökologin Jana Niedermayer in SWR Aktuell. Wenn man ganz viel Glück habe, treffe man beim Spazieren auf einen Biberbau:
Das sieht aus wie ein Äste-Haufen, der etwas mit Schlamm bedeckt ist. Wenn man das sieht, hat man die Heimat des Bibers gefunden.
"Die ersten Biber kamen wohl von Frankreich zu uns"
Die ersten Biber im Landkreis Rastatt seien vermutlich von Frankreich durch den Rhein geschwommen: "Inzwischen leben die meisten Biber in den Rheinauen, von Lichtenau bis Neuburgweier", sagt die ehrenamtliche Biber-Beraterin des Landkreises Rastatt. Dort würden die Tierchen mit dem platten schuppigen Schwanz einen optimalen Lebensraum vorfinden. Jetzt würde es die Biber weiter ins Landesinnere ziehen.
Rückkehr ein Zeichen der Anerkennung für naturnahe Gestaltung der Murg
Niedermayer wertet die Wiederansiedlung des Bibers auch als eine Anerkennung für die Renaturierung der Murg: "An einem völlig begradigten Flussabschnitt würde er sich nicht wohl fühlen. Die Lebensgrundlage würde fehlen." - Über die Chancen, aber auch über mögliche Gefahren durch die Rückkehr des Bibers - etwa für den Baumbestand - hat SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler mit Jana Niedermayer gesprochen.