Elterntaxis adieu: Wie Kinder trotzdem sicher zur Schule kommen

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Von Autor/in Bernhard Seiler

Wenn morgens die Schule beginnt, wird es oft hektisch auf den Straßen – oder der Verkehr kommt ganz zum Erliegen. Auslöser des Verkehrschaos sind oft Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Immer wieder werden Forderungen laut, sogenannte "Elterntaxis" aus den Straßen der Schulen zu verbannen. Dafür setzt sich auch das Aktionsbündnis "Kidical Mass" ein, das sich seit 2017 unter anderem für kinderfreundliche Städte und Gemeinden stark macht.

"Die Schulstraße ist das wichtige Nadelöhr, durch das alle Kinder durchmüssen", sagt Simone Kraus, Sprecherin von "Kidical Mass". Das Aktionsbündnis möchte erreichen, dass Straßen, in denen sich eine Schule befindet, autofrei werden. Nach Möglichkeit dauerhaft. In Köln gab es bereits vier Pilotprojekte. Dabei konnte beobachtet werden, dass wesentlich mehr Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kamen, so Kraus.

Kinder haben das Recht auf einen sicheren und selbstständigen Schulweg.

Für Kraus steht fest, dass es mit einer verkehrsberuhigten Schulstraße nicht getan ist. Gedanklich müsse weitergesponnen werden. Es brauche ein gesamtheitliches Mobilitätskonzept, das Kinder und Schulen in den Fokus setzt, so Kraus. Was sie damit meint, erklärt die Sprecherin von „Kidical Mass“ im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler.

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Bernhard Seiler
Bernhard Seiler steht im Gang eines SWR-Gebäudes.