Seit 13 Jahren bereits beschäftigt der PFAS-Skandal in Rastatt und Baden-Baden Behörden und Gerichte, beunruhigt die Menschen in Mittelbaden. 2013 nahm der Skandal seinen Anfang. Da wurde festgestellt, dass knapp 500 Hektar ehemaliger Ackerfläche mit der Chemikalie verseucht sind - vermutlich, weil dort Kompost verteilt wurde, der mit Schlämmen aus der Papierindustrie vermischt war. In der Folge stellte man PFAS dann auch im Grundwasser fest. Seit 2019 klagen die Stadtwerke Rastatt gegen den Verursacher der PFAS-Belastung, sie verlangen Schadenersatz, weil sie - nach eigenen Angaben - mehrere Millionen Euro in die Trinkwasseraufbereitung stecken mussten. Heute hat das Landgericht Baden-Baden in dem Fall geurteilt. Eine Kompost-Firma soll demnach Schadenersatz zahlen. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Constance Schirra erklärt die Diplom-Biologin und Wissenschaftsjournalistin Patricia Klatt, welche weiteren Folgen der Vorgang haben könnte.