5.000 deutsche Soldaten werden auf Dauer in Litauen stationiert. Das zeigt: Die NATO stellt sich dort einem möglichen Angriff Russlands entgegen - Teil dieser Strategie ist auch die Bundeswehr-Panzerbrigade. Wie wichtig die Bundesregierung das findet, zeigt sich daran, dass nicht nur Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ins Baltikum reist, sondern auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
Hans-Lothar Domröse, General außer Dienst des Heeres der Bundeswehr und ehemaliger NATO-Kommandeur, bezeichnete die deutsche Brigade in Litauen als "ein wichtiges Symbol, das deutlich macht, dass Deutschland zu seiner Verantwortung steht."
Domröse: sehr wichtig, Stärke zu zeigen
Aufgrund der geographischen Nähe zu Russland sei es "sehr wichtig", dass Deutschland und die NATO zeige, "wir sind vorne, wir sind dabei und kommt bloß nicht her, lasst den Russen draußen. Das demonstriert die NATO heute. Und der Kanzler und der Verteidigungsminister demonstrieren die enge Freundschaft mit Litauen," so Domröse.
Die Situation heute sei in etwa vergleichbar mit der Zeit des Warschauer Pakts. Wie groß das Risko seiner Ansicht nach ist, dass Russland Ende des Jahrzehnts NATO-Territorium angreifen kann, darüber hat Hans-Lothar Domröse mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich gesprochen.