Faszination Pokémon: Darum stehen Fans für neue Karten Schlange

Das Pokémon-Universum ist Jahrzehnte alt, extrem erfolgreich und wird bis heute digital und analog gespielt. Zum 30. Geburtstag gibt es seit dieser Woche ein Geburtstags-Kartenset, auf das manche Fans seit Monaten warten. Darüber spricht SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem mit Dario Boscia, Content Creator und jahrelanger Pokémon-Sammler.

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Stand

Nur um zu verdeutlichen, wie groß die Pokemon-Company ist, hier ein paar Fakten: Das japanische Unternehmen macht rund 100 Milliarden US‑Dollar Umsatz pro Jahr. Es hat über 500 Millionen Pokémon-Spiele weltweit verkauft. Und allein von den analogen Spielkarten wurden bis zu 85 Milliarden Stück in über 70 Ländern verkauft. Mal abgesehen von den Zahlen genießt Pokémon auch einen absoluten Legendenstatus.

Die neuen Kartensets sind knapp

"Ich habe am Mittwoch händeringend mehrere Läden abgeklappert, allerdings ohne Erfolg. Mir wurde erzählt, dass die Leute Schlange gestanden haben. Ich habe auch Videos auf Social Media gesehen, wo Leute nachts schon angestanden haben. Es ist verrückt", findet Boscia. Es sei inzwischen der zweite oder dritte Frühling für das Kartenspiel. Das Jubiläumsset ist ein neues Special. Innerhalb eines Jahres werden verschiedene Sets herausgebracht. Einige davon seien Standard, andere spezieller. "Gerade dieses Anniversary-Set hat einfach unfassbar schöne Karten. Und das möchte sich natürlich kein Sammler entgehen lassen."

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Darum ist das analoge Kartenspiel noch so erfolgreich

"Ich glaube dafür ist unter anderem der Nostalgiefaktor verantwortlich. Der zieht sich ja allgemein durch das alltägliche Leben. Vintage ist generell wieder in - ob in der Inneneinrichtung oder bei Popkultur-Geschichten, wie Pokémon-Karten." Boscia sieht den klassischen Sammelaspekt ebenfalls hinter dem Erfolg. Früher habe man die Karten auf dem Schulhof getauscht, heute passiere das auf einer Messe. "Wir sind eben Jäger und Sammler."

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Bei dem Sammeltrieb geht es auch um Geld

Es gibt eine Karte, die wurde vor ein paar Jahren für zwei Millionen Dollar verkauft. Die gibt es auch nur einmal. Der Besitzer hat sie Anfang dieses Jahres für 16,5 Millionen Dollar weiterverkauft. "In meiner Sammlung habe ich so etwas nicht drin. Ich habe Karten, die liegen bei knapp tausend Euro. Die sind allerdings ungraded. Die Karte, die für mehrere Millionen verkauft wurde, war gegraded. Da wird dann der Zustand der Karte genau untersucht. Und dadurch, dass es diese Karte nur einmal gab und das Papier absolut perfekt war - eine zehn von zehn - ist der Preis so in die Höhe geschossen."

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Erstmals publiziert am
Stand
Das Interview führte
Jonathan Hadem
Jonathan Hadem steht im Gang eines SWR-Gebäudes.
Onlinefassung
Moritz Kleiß