Gebrauchte E-Bikes boomen: Wann sich der Kauf lohnt

Es ist Frühling, das Wetter schön und Benzin teuer… Beste Voraussetzungen für die Fahrradbranche, vor allem E-Bikes sind gefragt. Und das belebt auch immer mehr den Markt für Gebraucht-Räder mit E-Antrieb. Darüber spricht SWR Aktuell Moderatorin Petra Waldvogel mit René Filippek vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club.

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Stand

Nicht nur Frühling und steigende Spritpreise

„Fahrräder sind ohnehin im Aufwärtstrend“, sagt Filippek. Krisen wie in der Corona-Pandemie oder ausgelöst durch hohe Spritpreise wirkten dabei aber natürlich fördernd. „Ein großer Treiber dieses Elektro-Rad-Booms ist das Job-Rad-Leasing, das sich in den letzten Jahren etabliert hat. Es hat ein hochwertiges Elektro-Rad für viele Menschen erschwinglich gemacht.“

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Das Unternehmen „Upway“ verspricht: 50% billiger bei fast gleicher Leistung

„Das kann schon sein. Man muss aber natürlich genau hinschauen. In den letzten Jahren war die Fahrradbranche stark unter Druck. In der Corona-Pandemie stieg die Nachfrage sprunghaft, es wurde viel geordert, das aber nur tröpfchenweise nach und nach geliefert wurde. Dann sank die Nachfrage, so dass die Lager in den letzten Jahren sehr voll waren.“ Es könne also sein, dass der Hersteller zwar 4.000 Euro als Preis für ein Rad empfiehlt, es aber im Laden deutlich günstiger verkauft wurde. In der Realität sei es deswegen nicht immer ein 50%-Preisnachlass.

RLP

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Was man vor dem Kauf immer tun sollte

„Man sollte auf jeden Fall eine Probefahrt machen“, erklärt der ADFC-Spezialist. Da höre man meist schon, ob es komische Geräusche gebe oder irgendetwas wackele. „Bei den wirklich großen Anbietern hat man aber eine hohe Sicherheit, dass das Fahrrad in Ordnung ist. Da hat man auch eine Gewährleistung drauf.“

Verschleißteile prüfen nicht vergessen – besonders den Akku

„Der Akku gehört zu den teuersten Verschleißteilen. Er verschleißt zwar nicht so schnell wie eine Kette, aber mit der Zahl der Ladevorgänge sinkt die Kapazität. Gerade bei großen Herstellern gibt es aber eine gewisse Sicherheit, dass man einen Ersatzakku nachkaufen kann. Kleinere Unternehmen haben das Problem, dass ein Akku, der schon fünf oder sechs Generationen alt ist, nicht ständig nachproduziert werden kann.“ Es mache also Sinn nachzuschauen, welcher Akku verbaut wurde.

E-Bikes spielen bei der Energiewende eine Rolle

„Gerade in hügeligen oder bergigen Umgebungen, wo man mit einem normalen Rad eher unkomfortabel unterwegs ist, ist das Elektro-Rad für viele Menschen die einzige realistische Option. Es sei denn, man ist ein Radsportler.“ Aber das treffe nun mal auf die wenigsten zu, meint Filippek.