Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, wie notwendig Maßnahmen gegen die Wohnungsnot sind. Demnach entstanden im vergangenen Jahr so wenige neue Wohnungen wie seit 14 Jahren nicht mehr. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) spricht von schlechten Zahlen. Sie nennt 206.000 neue Wohnungen in einem Jahr zu wenig. Das sei die ehrliche Botschaft an alle, die heute eine neue Wohnung suchten. Allerdings sieht die Ministerin einen Hoffnungsschimmer. Die Zahl der Baugenehmigungen ist im vergangenen Jahr stark angestiegen, nämlich um knapp elf Prozent. Bauherren haben also die Erlaubnis, mehr zu bauen und somit mehr Wohnraum zu schaffen. Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen erklärt, hunderttausende genehmigte Wohnungen würden wegen hoher Kosten und komplizierter Verfahren nicht realisiert. Laut Statistik gab es Ende vergangenen Jahres rund 760.000 genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen. Das Verbändebündnis Wohnungsbau bezeichnet die neuen Zahlen als dramatisch. Deutschland stecke in einer tiefen strukturellen Wohnungsbaukrise. Nach verschiedenen Schätzungen fehlen bundesweit aktuell rund eine Million Wohnungen.
Unimed Ziel eines Cyberangriffs
Der Abrechnungsdienstleister Unimed aus dem Saarland war Ziel eines Cyberangriffs. Tausende Datensätze von Patienten mehrerer Unikliniken, auch in Baden-Württemberg, wurden gestohlen. Bereits Mitte April hätten Kriminelle bei einem Angriff versucht, die Systeme der Firma zu sperren, so Unimed. Gelungen sei es jedoch nur, Daten von Privatpatienten und Selbstzahlern zu entwenden. Das Unternehmen hat den Vorfall nun in einem Statement bedauert. Schon direkt nachdem Unimed den Datenklau bemerkte, habe man den Datenaustausch mit den Kliniken gestoppt und die betroffenen Krankenhäuser sowie die Behörden informiert. Erst seit einigen Tagen ist allerdings das Ausmaß bekannt. Von dem Angriff seien die Unikliniken in Freiburg, Tübingen, Ulm und Heidelberg sowie alle größeren Krankenhäuser in Baden-Württemberg betroffen. Allein am Klinikum Freiburg wurden rund 54.000 Patientendaten gestohlen.