Info-Date am Morgen: US-Präsident Trump will Antifa auf Terrorliste setzen ++ Verkehrsminister der Länder beraten über Deutschlandticket

In den USA tobt nach dem Attentat auf den rechten Aktivisten Charlie Kirk eine Debatte über Meinungsfreiheit. US-Präsident Donald Trump will die Antifa auf die Terrorliste setzen. Darüber berichtet SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer. Ein weiteres Thema sind Beratungen über den zukünftigen Preis des Deutschlandtickets.

Teilen

Stand

Von Autor/in Andreas Fischer

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, schärfer gegen linksgerichtete, antifaschistische Bewegungen vorzugehen. "Ich werde dringend empfehlen, die Geldgeber der Antifa nach den höchsten rechtlichen Standards und Praktiken gründlich zu untersuchen", teilte Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social mit. Es war zunächst unklar, welche rechtliche Wirkung die angekündigte Einstufung der Antifa als Terror-Bewegung hätte. Experten zufolge handelt es sich um eine lose organisierte ideologische Bewegung ohne klare Führungsstruktur oder Hierarchie.

US-Sender ABC setzt Jimmy Kimmel-Talkshow ab

Die aufgeheizte Stimmung in den USA nach dem tödlichen Angriff auf den rechten Aktivisten Charlie Kirk hat zu weiteren Konsequenzen geführt. Die Show des prominenten Fernsehmoderators Jimmy Kimmel wird ab sofort nicht mehr ausgestrahlt. Kimmel hatte in seiner Sendung suggeriert, der mutmaßliche Attentäter Tyler Robinson sei möglicherweise Teil der sogenannten MAGA-Bewegung (Make America Great Again; Anm.d.Red.) des US-Präsidenten gewesen.

Wir haben am Wochenende neue Tiefpunkte erreicht, als die MAGA-Gang verzweifelt versuchte, diesen Jungen, der Charlie Kirk ermordet hat, als irgendetwas anderes als einen von ihnen darzustellen und alles tat, um daraus politisches Kapital zu schlagen.

In den Vereinigten Staaten tobt ein erbitterter Streit darüber, wie sich über den Tod Kirks geäußert werden darf, dessen teilweise extrem konservative Ansichten heftig umstritten waren. Die amerikanischen Late-Night-Shows stehen seit der Absetzung des ebenfalls prominenten Talkmasters Stephen Colbert beim Sender CBS besonders unter Druck.

Preis des Deutschlandtickets könnte erhöht werden

Die Verkehrsminister der Bundesländer treffen sich ab dem Mittag in München zu einer Sondersitzung. Dabei soll es vor allem um die künftige Finanzierung des Deutschlandtickets gehen. Die saarländische Verkehrsministerin Petra Berg (SPD) nannte gegenüber der 'Rheinischen Post' eine Preiserhöhung auf "maximal 62 Euro", um die Finanzierung ab 2026 zu sichern. Es sind auch 64 Euro im Gespräch. Zurzeit kostet das Ticket 58 Euro monatlich.

Um die Finanzierung des Deutschlandtickets wird seit der Einführung im Mai 2023 immer wieder gestritten. In den Jahren 2023 bis 2025 zahlten Länder und Bund jeweils 1,5 Milliarden Euro, um Einnahmeausfälle bei den Verkehrsbetrieben auszugleichen. Diese Summe reicht aber nicht aus.