Kefir, Kombucha und Mushroom Coffee: Wie gesund sind die Trendgetränke?

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Kefir, Kombucha und Mushroom Coffee liegen im Trend. Was steckt tatsächlich dahinter und wie gesund sind die Getränke? Ernährungsexpertin Anna Dandekar erklärt die Unterschiede im Gespräch mit SWR-Aktuell Moderator Sebastian Felser.

Kefir: Gut für den Darm?

Milchkefir schmeckt ähnlich wie Joghurt, ist aber flüssiger. Er eignet sich etwa für Müsli, Smoothies oder Dressings. Durch die Fermentation wird ein Teil der Laktose abgebaut, deshalb kann Kefir für Menschen mit Laktoseintoleranz besser verträglich sein als Milch. Auch positive Effekte auf die Darmschleimhaut und das Darmmikrobiom seien möglich. Die Studienlage sei allerdings noch nicht aussagekräftig genug, so Dandekar.
Wer Kefir selbst herstellt, sollte sehr hygienisch arbeiten. Werden die Utensilien nicht richtig gereinigt oder stimmen Temperatur und Sauerstoffzufuhr nicht, können sich unerwünschte Mikroorganismen entwickeln.

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Kombucha: Ein Wundermittel?

Kombucha wird aus gesüßtem Schwarz- oder Grüntee hergestellt. Hefen und Bakterien wandeln einen Teil des Zuckers in Säuren und Kohlensäure um. Dadurch bekommt das Getränk seinen säuerlichen und prickelnden Geschmack. Außerdem enthält es Koffein. Der sogenannte Kombucha-Pilz ist übrigens gar kein Pilz. Er ist eine Lebensgemeinschaft aus Bakterien und Hefen und kann für weitere Ansätze wiederverwendet werden. Auch bei Kombucha seien gesundheitliche Effekte möglich, ein Wundermittel sei das Getränk aber nicht.

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Mushroom Coffee: Kaum Belege für Gesundheitsversprechen

Beim Mushroom Coffee werden kleine Mengen von Pilzsubstrat mit normalem Kaffee gemischt. Je nach Pilz werden dem Getränk etwa Effekte auf die Energie, Konzentration oder Entspannung zugeschrieben. Wissenschaftlich belegt sei das bislang allerdings kaum, sagt Dandekar. Die Studienlage sei "wirklich dünn" und beziehe sich teilweise nur auf Tierstudien.

Fazit: Kann man schon trinken

Kefir und Kombucha haben aus wissenschaftlicher Sicht mehr Grundlage als Mushroom Coffee. Wer die Getränke mag, kann sie laut Dandekar als Ergänzung genießen. Für eine gesunde Ernährung notwendig seien sie aber nicht.

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Das Interview führte
Sebastian Felser
Sebastian Felser steht im Gang eines SWR-Gebäudes.
Onlinefassung
Moritz Braun
Moritz Braun steht vor dem Logo von SWR Aktuell