Sein Start-up ist aus verschiedenen Projekten der Hochschule Pforzheim hervorgegangen und hat ein Schwesterunternehmen in Großbritannien.
Diese Hochleistungsmagneten kommen in Windkraftanlagen, in Elektromotoren von Fahrzeugen, in Lautsprechern von Flachbildschirmen oder in der Motorik und Sensorik vor.
Das Material, das in Pforzheim recycelt werden soll, werde von Partnern oder Schrotthändlern zugekauft. Allerdings kommen noch viel zu wenige Geräte zurück, in denen die wertvollen Magnete verbaut sind, so Burkhardt, der Professor für Fertigungstechnologie an der Hochschule Pforzheim ist. "Das Recycling von Magneten ist leider noch nicht wirklich in der Gesellschaft verankert."
Gut funktioniere dagegen der Rücklauf von Festplatten aus gebrauchten Computern, Daten-Zentren - also den großen "Server-Farmen" - und auch von medizinischen Geräten, wie MRTs oder beim Abbau von bereits ausgedienten Windkraftanlagen.
Neues Wasserstoff-Recycling-Verfahren
Das neue Recycling-Verfahren in der Anlage ist nach Ansicht von Burkhardt ein einfaches und umweltfreundliches Verfahren. Es geschieht mit Wasserstoff.
Wir legen die magnethaltigen Komponenten bei Raumtemperatur und relativ niedrigem Druck in Wasserstoff. Aufgrund der hohen Reaktivität des Neodyms zersetzt sich der Magnet in ein Pulver, das gleichzeitig entmagnetisiert. So können wir das Pulver sehr leicht von den Komponenten trennen und aus dem Pulver wieder neue Magnete machen.
Bis 2028 soll die Kapazität der Magnet-Recycling-Anlage auf 750 Tonnen im Jahr steigen. Wie sehr sie Europa dabei helfen kann, bei Seltenen Erden unabhängiger von China zu werden, darüber hat Carlo Burkhardt mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler gesprochen.
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