Pilotprojekt in Rheinland-Pfalz: So soll es mehr Hausärzte auf dem Land geben

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Die Mainzer Landesregierung will die Versorgung mit Hausärzten in den ländlichen Regionen sichern. Das Pilotprojekt soll modellhaft für ganz Deutschland Daten liefern. Sein Name: "HÄPPI" - wenn etwas schon so heißt, dann kann es doch eigentlich nur gutgehen, oder? "HÄPPI" steht für "Hausärztliches Primärversorgungszentrum - Patientenversorgung Interprofessionell" - gut, dass es dafür eine Abkürzung gibt. Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch, SPD, erklärt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel, worum es dabei geht: Praxen sollen sich miteinander vernetzen und gemeinsam daran arbeiten, dass Patientinnen und Patienten eine verlässliche ärztliche Versorgung haben - und zwar auch auf dem Land und auch in der Zukunft.

Terminvergabe und Arbeitsweise der Praxen sollen neu gedacht werden

Dafür haben sich der Hausärzteverband, die Allgemeine Ortskrankenkasse und die Landesregierung zusammengetan. Ein Ziel ist etwa, dass Terminvermittlung und Arbeitsweise in den Praxen darauf eingestellt werden, dass ohne die aktuell üblichen langen Wartezeiten verlässlich in einer Arztpraxis oder sogar per Hausbesuch jemand die Patienten versorgt. "Das muss dann nicht in allen Fällen ein Arzt oder eine Ärztin sein, sondern es kann auch eine besonders ausgebildete Mitarbeiterin sein", so Gesundheitsminister Hoch. Er verweist darauf, dass bestimmte Leistungen wie Impfungen oder Blutabnahme bereits jetzt durch qualifiziertes Personal ausgeführt werden - wobei "die Letztverantwortung" beim Hausarzt verbleibt, so der Minister. All das ist ein Projekt, das modellhaft für ganz Deutschland steht: Ab Juli sollen sieben Praxen in Rheinland-Pfalz bei dem Projekt mitmachen und das Bundesgesundheitsministerium wertet die Daten aus.