Der Friedensnobelpreis 2025 geht an die Venezolanerin María Corina Machado. Auch US-Präsident Donald Trump würde sich gerne in die Liste der Preisträger einreihen. Das hat er öffentlich kundgetan. Er habe ihn verdient, aber er würde ihn niemals bekommen, sagte er bei einem Treffen mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu.
Dass Trump selbst so hoch von sich denkt, sei typisch für einen Narzissten, meint Mitja Back, Professor für Persönlichkeitspsychologie an der Universität Münster.
Selbstüberschätzung und Drang nach Annerkennung
Die narzisstische Persönlichkeitsstörung zeige sich durch drei Eigenschaften: Grandiositätsvorstellung – also dem Denken, etwas Besonderes zu sein, Anspruchsdenken – dem Denken, etwas Besseres verdient zu haben und dem Streben nach Aufmerksamkeit und Status. Die Ausprägung dieser Eigenschaften sei bei Trump deutlich wahrnehmbar, wenn er den Friedensnobelpreis für sich beansprucht.
Über diese positive Selbstsicht würden Narzissten häufig tatsächlich bessere Leistung erbringen und mehr Erfolg haben. "Es ist eine Energie, die mit dem Narzissmus einhergeht, die in alle möglichen Richtungen gesteuert werden kann", so Back. Entscheidend sei jedoch, wie diese Energie umgesetzt werde.
Was es bedeuten würde, wenn Trump eines Tages den Friedensnobelpreis bekäme, erklärt der Persönlichkeitspsychologe im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.