Kommt es bald zu einem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin? Es bestehe eine gute Chance, sagte US-Präsident Trump, nachdem der US-Gesandte Steve Witkoff zu Gesprächen im Kreml war.
Trump will Putin zu einem Waffenstillstand und Friedensverhandlungen drängen, damit Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine beendet. Aus dem Weißen Haus hieß es, die russische Seite habe um ein persönliches Treffen gebeten. "Putin versucht eine Nähe zu den USA herzustellen und nach Möglichkeit wieder einen Keil zwischen die USA und die Ukraine zu treiben", sagt Susanne Schattenberg, Direktorin der Forschungsstelle Osteuropa an der Uni Bremen und Professorin für Zeitgeschichte und Kultur Osteuropas. Außerdem sei es – neben der diplomatischen Symbolik - für den russischen Präsidenten wichtig, Zeit zu schinden, so Schattenberg. Um weitere Ultimaten bzw. deren Konsequenzen herauszuzögern und vor allem den Eindruck zu vermeiden, dass er eigentlich an einem Frieden gar kein Interesse hat.
Putin hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass er weiter an seinen Kriegszielen festhält.
Warum das, sowie Treffen mit US-Politikern für den russischen Staatschef vor allem innenpolitisch wichtig sind, erklärt die Osteuropa-Expertin im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.