Schwarzwald: Wie ein ganzes Dorf zum Hotel wird

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Ein afrikanisches Sprichwort sagt es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen und im Schwarzwald heißt es jetzt, es braucht ein ganzes Dorf, um Touristen zu beherbergen. Heide Glasstetter ist Projektleiterin bei der Schwarzwald Tourismus GmbH. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex erklärt sie, wie das laufen soll: Wer in den Schwarzwald reist, um sich zu erholen, zu wandern, die gute Luft und die Aussicht auf Wälder, Täler und Gipfel zu genießen, bleibt nicht wie gewohnt in einem Hotel und bekommt dort unter einem Dach Frühstück, Bett, Wellness und noch mehr. Sondern es kann je nach Dorf an einer Stelle eine Übernachtung sein – vielleicht in einem traditionellen Fachwerkhaus, vielleicht auf einem Bauernhof – und das Frühstück oder andere Mahlzeiten können unter demselben Dach sein, oder auch in einem Café oder in einem Gasthof. Unterm Strich sollen sich alle über mehr Erlebnisse freuen können, so der Plan der fünf Orte, die dabei mitmachen. Teil der Idee ist auch, dass schon bestehende Betriebe einbezogen werden – damit das Dorf nicht zu einer Art Freizeitpark wird. Vorbild für das Modell ist Italien mit dem Projekt "albergo diffuso", das entlegene und manchmal verlassene Dörfer wiederbeleben sollte.