SPD nach Rückzug von Brosius-Gersdorf: "Das hat Spuren hinterlassen"

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Nach wochenlangem öffentlichem Streit hat die Juristin Frauke Brosius-Gersdorf ihre Kandidatur für das Amt als Bundesverfassungsrichterin zurückgezogen. Sie selbst begründet das damit, dass Teile der Unions-Fraktion ihre Wahl kategorisch ablehnen.

Für SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf ist diese Entscheidung "nachvollziehbar und verständlich", sagt er in SWR Aktuell. "Wenn man sich anschaut, was in den vergangenen Wochen über diese Frau in der öffentlichen Auseinandersetzung ergangen ist, dann ist das schon etwas, was für einen einzelnen Menschen sehr schwer zu ertragen ist", so Klüssendorf.

Vertrauen in Union als Koalitionspartner beschädigt

Trotz der gescheiterten Wahl hat seine Partei an Brosius-Gersdorf als Kandidatin bis zuletzt festgehalten hat. Schließlich habe man sich zuvor mit der Union aus sie als gemeinsame und geeignete Kandidatin verständigt.
"Dieser ganze Vorgang lässt ein Stück weit am Vertrauen, an der Verlässlichkeit des Koalitionspartners zweifeln."

Tim Klüssendorf betont, dass der Streit rund um die Wahl der Bundesverfassungsrichter Spuren hinterlassen habe. Was der SPD-Generalsekretär von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) konkret erwartet, erklärt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.