Deutschland hat bei der Fußball-WM am Samstag gegen die Elfenbeinküste mit 2:1 gewonnen. Dabei hat Deniz Undav vom VfB Stuttgart gleich zwei Mal getroffen und die DFB-Auswahl damit erstmals seit 2014 wieder in die Final-Runde geschossen. Der Stuttgarter Stürmer traf nach seiner Einwechslung in der 68. Minute und kurz vor Schluss in der Nachspielzeit.
Begeisterung in Stuttgart
Joachim Schmid ist Vorsitzender der RWS Berkheim. Das ist einer der ältesten VfB-Fanclubs. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch ist Schmid begeistert von der Leistung des Stuttgarter Spielers:
Jeder unterschätzte diesen Stürmer und ich sage schon seit Wochen, das ist der zweite Gerd Müller.
Gerhard Müller spielte von 1966 bis 1974 in der deutschen Nationalmannschaft. In der Bundesliga hält er mit 365 Toren in 427 Partien einen Rekord. Er gilt als einer der besten Stürmer aller Zeiten und wurde dafür 1970 mit dem Ballon d'Or als "Europas Fußballer des Jahres" ausgezeichnet.
VfB-Fans wollen Undav in der Start-Elf sehen
"Da muss Nagelsmann schon mal überlegen, ob er nicht die besten aufstellt und später die schlechteren bringt", sagt Schmid. Schon jetzt habe Undav in wenig Spielzeit viele und sehr wichtige Tore erzielt - damit gehöre er in die Startformation. "Es geht ja nach Leistung", sagt der VfB-Fan.
Bundestrainer hält sich alle Optionen offen
Bundestrainer Julian Nagelsmann sprach trotz Leistungsmängeln seines Teams im Spiel gegen die Elfenbeinküste am Ende von einem "verdienten Sieg" und nannte den Doppeltorschützen Undav einen "brutalen Finisher". Er behielt sich aber auch vor, sämtliche Optionen als Strategie zu verfolgen: "Ich glaube auch, dass natürlich jeder Spieler von Beginn an spielen will, aber tief im Herzen glaube ich, ist er auch ganz zufrieden, wie es gerade läuft, weil er schon einfach eine sehr tragende Rolle hat."
Undav staunt über das eigene Geschick
Der zweifache Torschütze selbst war sich bei seiner Einwechslung im Spiel gegen die Elfenbeinküste sicher, dass er ein Tor schießen werde. Gestaunt hat er dann allerdings seiner eigenen Aussage nach doch über sich: "Ja, ich frage mich manchmal auch, warum das alles gerade klappt", sagte er im Interview in der Mixed Zone. "Mit den Mannschaftskollegen, die machen mir das natürlich auch einfach: alles überragende Spieler, Topspieler auf höchstem Niveau. Ich versuche einfach, den Flow mitzunehmen, das zu genießen."