Kriege, steigende Energiepreise und Unsicherheit weltweit beeinflussen die Urlaubsplanung vieler Menschen. Laut einer Umfrage des Deutsches Instituts für Tourismusforschung wollen 16 Prozent der Befragten ihre Reisepläne ändern oder von vornherein anders gestalten.
Unsicherheit verändert Reiseverhalten
Ein Hauptgrund ist die angespannte geopolitische Lage. Viele verzichten auf Fernreisen oder wählen andere Routen, sagt Tourismusforscherin Sabrina Seeler im Interview mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch. Besonders Verbindungen über Drehkreuze im Nahen Osten werden gemieden. Stattdessen weichen Reisende auf Alternativen über Asien oder die USA aus, etwa über Hongkong oder Singapur. Teilweise werden Reisen komplett gestrichen oder kurzfristig umgeplant.
Deutschland und Europa bleiben gefragt
Wer auf Fernreisen verzichtet, schaut sich in der näheren Umgebung um, doch auch Urlaub in Deutschland ist nicht unbedingt günstig. Steigende Energiepreise wirken sich auf Gastronomie, Unterkünfte und Mobilität aus. Beliebte Ziele in Europa bleiben dennoch stabil: Spanien und Italien stehen weiterhin hoch im Kurs. Für Pauschalreisen ist auch die Türkei gefragt, wobei politische Entwicklungen dort künftig eine größere Rolle spielen könnten. Klar ist: Die Krisen der Welt machen sich inzwischen auch bei der Urlaubsplanung bemerkbar.
Mehr als drei Millionen Gäste 2025 erwartet Camping-Urlaub in Rheinland-Pfalz boomt weiterhin
Noch ist die Saison nicht überall beendet, aber der Verband für Campingwirtschaft geht von mehr als drei Millionen Camping-Urlaubern in Rheinland-Pfalz im Jahr 2025 aus.