Keine Verkehrstoten mehr: Was hinter der "Vision Zero" steckt

Die EU will die Zahl der Verkehrstoten bis zum Jahr 2030 um 40 Prozent senken. So steht es in einer internationalen Vereinbarung namens "Vision Zero", die auch Deutschland unterschrieben hat, und die auch Thema bei einer Verkehrssicherheitskonferenz in Pforzheim ist.

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"Wir als Land Baden-Württemberg haben uns auf die Fahnen geschrieben, dass wir konkrete Maßnahmen einleiten wollen, damit die Zahl der Verkehrstoten und der Schwerverletzten deutlich reduziert wird", sagt Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) in SWR Aktuell.

"Viele Verkehrstote wegen zu schnellen Fahrens"

"Wir haben leider eine sehr hohe Zahl an Verkehrstoten, insbesondere aufgrund zu schnellen Fahrens auf ländlichen Straßen, die kurvenreich sind." Zudem gebe es viele Unfälle mit tödlichen Folgen durch Ablenkung oder durch Fahren unter Alkoholeinfluss.

"Männer verursachen häufiger tödliche Unfälle als Frauen"

Eine Untersuchung habe ergeben, dass Männer deutlich riskanter fahren als Frauen. 80 Prozent aller tödlichen Unfälle werden demnach von Männern verursacht. "Männer verletzen zudem die Verkehrsregeln viel häufiger und fahren öfter unter Alkoholeinfluss als Frauen" so der Verkehrsminister.  

Kampagne soll sich an junge Männer richten

Das Land Baden-Württemberg will deshalb in diesem Jahr eine Kampagne starten, die sich gezielt an vor allem junge Männer richten soll. Wichtig sind nach Ansicht von Hermann außerdem Tempolimits und deren polizeiliche Überwachung:

Wir haben inzwischen in Baden-Württemberg in vielen Ortsdurchfahrten Tempo 30 oder Tempo 40 - und an Kreuzungen außerorts Tempo 70. Diese Beschränkungen haben eindeutig dazu beigetragen, dass es weniger Unfälle gibt.

Inwieweit sich generelle Tempolimits in Ortschaften und auf Landstraßen umsetzen lassen, darüber hat Winfried Hermann mit SWR Aktuell-Moderatorin Marie Gediehn gesprochen.

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Marie Gediehn
Marie Gediehn steht im Gang eines SWR-Gebäudes.
Onlinefassung
Michael Paufler