Brandgefahr: Wälder sperren als letztes Mittel?

Es ist heiß und trocken in Deutschland und Europa. Am Mittelmeer brennen schon viele Wälder. Müssen wir Wälder sperren, um das zu verhindern?

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Stand

Im Gespräch mit SWR-Aktuell-Moderator Stefan Eich sagt Alexander Held, Senior Expert Waldbrand am European Forest Institute in Freiburg, auch Sperrungen seien denkbar: "Wir beobachten weltweit, dass die Aufklärung zum Thema Waldbrand - also über achtsames Verhalten, damit eben keine unabsichtlichen Brände entstehen, gute Erfolge aufweist, aber es nirgendwo auf der Welt schafft, auch den letzten zu erreichen." Das Modell, den Zugang zu begrenzen, werde in Teilen Deutschlands auch schon umgesetzt. An solchen Tagen ruhten auch Forstarbeiten.

Das ist ein probates Mittel, um die Zündquelle aus dem Wald rauszuhalten.

Der Mensch sei in fast allen Fällen verantwortlich für einen Waldbrand. Dies könne unabsichtlich geschehen, durch Unachtsamkeit oder auch Rücksichtslosigkeit. Försterinnen und Förster seien inzwischen aber in aller Regel gut geschult in Sachen Waldbrandprävention.

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Bilanz für 2024 fiel positiv aus

Im Jahr 2024 hat es in Deutschland im Vergleich zu 2023 deutlich weniger Waldbrände gegeben. Laut Bundesinformationszentrum Landwirtschaft sank die Zahl von mehr als 1.000 auf knapp 560 – und auch die verbrannte Fläche habe sich stark verringert. Das habe mit dem wechselhaften Wetter und ergiebigen Regenfällen im Sommer 2023 zu tun. Aktuell allerdings herrscht in weiten Teilen Deutschlands eine hohe Waldbrandgefahr.

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Bis zu 37 Grad erwartet Hitzewelle erreicht Höhepunkt: Hohe Waldbrandgefahr - erste Maßnahmen eingeleitet

Eine achtlos weggeworfene Zigarette oder ein kleines Grillfeuer können angesichts der hohen Temperaturen schwere Folgen haben. Mit der Hitzewelle steigt auch die Brandgefahr.

Waldbrände in Südeuropa

In mehreren europäischen Ländern bleibt die Waldbrand-Situation überaus angespannt. In Spanien gab es Todesopfer und großflächige Evakuierungen. Die Feuer dort wurden bei Temperaturen von mehr als 40 Grad immer wieder durch starken Wind angefacht. Ähnlich die Lage in Griechenland in diesem Sommer. Rund 5000 Feuerwehrleute und mehr als 30 Löschflugzeuge bekämpfen Waldbrände rund um die Hauptstadt Athen sowie auf mehreren Urlaubsinseln. Auch in der Türkei und auf dem Balkan gab es Brände, bei denen Menschen ums Leben gekommen sind. Albanien, Kroatien und Montenegro sind betroffen.

Festnahmen wegen Brandstiftung

Wegen des Verdachts auf Brandstiftung hat die Polizei in Spanien vier Menschen festgenommen, darunter einen Mann im Nordwesten des Landes. Wie verschiedene Medien berichten, soll der 46 Jahre alte Spanier für eines der schwereren Feuer verantwortlich sein, bei dem mehr als 5.000 Hektar Land verbrannt sind und drei Feuerwehrleute schwer verletzt wurden. Dem Mann wird vorgeworfen, mit seinem Traktor Reinigungs- und Rodungsarbeiten durchgeführt zu haben, obwohl bereits extreme Waldbrandgefahr herrschte. Auch im Rest Spaniens sind zahlreiche große Feuer aktiv, insbesondere in den Regionen Kastilien-León, der Extremadura und Galicien, wo Tausende in Notunterkünften ausharren müssen.