Welt-Asteroidentag: Wie die Welt retten, wenn es darauf ankommt?

Heute ist Asteroidentag. Geht es nach der Europäischen Weltraumorganisation ESA, bietet dieser Tag eine wunderbare Gelegenheit, genauer über diese Felsen im Weltall nachzudenken.

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Der Tag gehe auf einen Asteroideneinschlag im Jahr 1908 zurück, "bei dem in Sibirien eine riesige Fläche Wald zerstört wurde", sagt Tobias Hoffmann von der ESA in Darmstadt in SWR Aktuell: "Das sogenannte Tunguska-Ereignis am 30. Juni vor 118 Jahren war somit einer der größten Asteroideneinschläge in jüngster Zeit."

"Gewappnet sein, wenn größere Brocken auf die Erde treffen"

Am Asteroidentag wollen Hoffmann und seine Kolleginnen und Kollegen der Öffentlichkeit zeigen, was die ESA unternimmt, um die Gefahr von Asteroideneinschlägen einzudämmen.

Es gibt kleinere Asteroiden, die zum Glück wenig gefährlich sind und die regelmäßig die Erde treffen - die verglühen aber meistens beim Eintritt in die Erdatmosphäre. Dass mal ein größerer Brocken auf die Erde trifft, ist eher selten: Das passiert im Schnitt im Bereich von Hunderten von Jahren. Aber man weiß nicht genau, wann das passiert - und da muss man gewappnet sein, um einschreiten zu können, wenn es ein Problem gibt.

Aus Millionen von Asteroiden die gefährlichen herausfiltern

Es gibt Millionen von Asteroiden in unserem Sonnensystem. Die Mitarbeiter der ESA beobachten zunächst, wo die Objekte sind. "Dann muss man stark filtern, welche Objekte eventuell gefährlich sein könnten", erklärt Hoffmann. Viele Mitarbeitende beschäftigten sich allein damit, diese Analyse zu machen. Dazu würden aufwendige Computermodelle genutzt.


Wenn ein Asteroid auf Kollisionskurs mit der Erde ist, haben wir inzwischen erprobt, dass man auch einen Satelliten zu einer Weltraummission starten kann, um einen Asteroiden abzulenken. Das haben wir vor wenigen Jahren mit der DART-Mission getestet.

Auch wenn Asteroiden nur an der Erde vorbeifliegen, kommen größere Brocken unserem Planeten oftmals relativ nahe. Weshalb sich die Wissenschaftler dafür interessieren, erklärt ESA-Experte Tobias Hoffmann im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex.

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Ulrike Alex
Porträtfoto von Ulrike Alex
Onlinefassung
Michael Paufler