Goethe, Schiller, Lessing und die anderen. Hörspiele nach großen Dramen, aber auch nach Klassikern der Literatur bieten nach wie vor ganz großes Kino.
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Gotthold Ephraim Lessing: Emilia Galotti
Prinz von Guastalla ist seiner Geliebten, Gräfin Orsini, überdrüssig, und er hat sich in Emilia Galotti verguckt. Er will Emilia, obwohl er von ihrer bevorstehenden Verlobung weiß. Sein Kammerherr Marinelli soll sie ihm zuführen. Der skrupellose Marinelli schreckt vor nichts zurück – Emilias Verlobter wird bei einem Überfall getötet. Aus Eifersucht verrät Gräfin Orsini Emilias Vater die schmutzigen Machenschaften und steckt ihm einen Dolch zu. Und Emilia? Sie hat Angst vor ihrer eigenen Verführbarkeit und bittet um den Tod.
Nach dem bürgerlichen Trauerspiel
Von Gotthold Ephraim Lessing
Komposition: Henrik Albrecht
Hörspielbearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann
Mit: Fritzi Haberlandt, Hans-Michael Rehberg, Hille Darjes, Maximilian von Pufendorf u. v. a.
SWR 2006 -
Robert Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß (Teil 1/2)
Um das Jahr 1900. Irgendwo in der Provinz der österreichisch-ungarischen k. u. k. Monarchie. Im "Konvikt zu W.", einem Militärinternat zur Aufzucht künftiger Eliten, gerät der Zögling Törleß in einen Zustand der Verwirrung, die seinen künstlerischen wie analytisch-intellektuellen Charakter zum Erwachen bringt. Der Mitzögling Basini bestiehlt seine Mitschüler, um seine Schulden zu begleichen. Er wird von Törleß' Freunden Reiting und Beineberg entlarvt. An ihm erproben sie ihre Vorstellungen von sexueller Hörigkeit und Demütigung.
Nach dem gleichnamigen Roman von Robert Musil
Mit: Michael Rotschopf, Stefan Konarske, Manuel Rubey, Stefano Bernardin, Florian Teichtmeister u. a.
Komposition: Michael Riessler
Hörspielbearbeitung: Manfred Hess
Regie: Iris Drögekamp
SWR/ORF 2014 -
Robert Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß (Teil 2/2)
Musils Romandebüt von 1906 erzählt vordergründig eine jugendliche Entwicklungsgeschichte im Kontext autoritär-militärischer Erziehung in der Donau-Monarchie. Im Kern jedoch geht es um die moralfreie und funktionale Darstellung der Mechanismen von sexuellen Grenzerfahrungen. Junge Männer suchen sie auf, um ihre eigene Individualität zu begründen oder darin zu begraben. Die Sehnsucht nach dem persönlichen wie gesellschaftlichen Ausnahmezustand, der eine neue Persönlichkeit erstehen lassen soll, überführt dann der Erste Weltkrieg in die Wahrheit der anonymisierenden Materialschlachten.
Nach dem gleichnamigen Roman von Robert Musil
Mit: Michael Rotschopf, Stefan Konarske, Manuel Rubey, Stefano Bernardin, Florian Teichtmeister u. a.
Komposition: Michael Riessler
Hörspielbearbeitung: Manfred Hess
Regie: Iris Drögekamp
SWR/ORF 2014