Auf den Spuren von Paul Celan und Ingeborg Bachmann

„Es ist Zeit“ ‒ Paul Celan von der Atemwende zur Zeitenwende

Über hundert Jahre nach der Geburt von Paul Celan blicken wir auf die Aktualität des Dichters und verfolgen sein Gespräch mit Ingeborg Bachmann anhand von Briefen und lyrischen Versen. Und wir fragen, warum der deutsche Philosoph Martin Heidegger Celan so schätzte.

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Von Autor/in Uta-Maria Heim, Frank Hertweck

Eintrag Paul Celans im Gästebuch der Hütte des Philosophen Martin Heidegger in Todtnauberg im Schwarzwald vom 25.07.1967: "Ins Hüttenbuch, mit dem Blick auf den Brunnenstern, mit einer Hoffnung auf ein kommendes Wort im Herzen".
Eintrag Paul Celans im Gästebuch der Hütte des Philosophen Martin Heidegger in Todtnauberg im Schwarzwald vom 25.07.1967: "Ins Hüttenbuch, mit dem Blick auf den Brunnenstern, mit einer Hoffnung auf ein kommendes Wort im Herzen". picture alliance / Rolf Haid | Rolf Haid

Paul Celan ist einer der größten deutschsprachigen Dichter des 20. Jahrhunderts. Sein lyrisches Werk verwandelt die Jahrhundertkatastrophe des Holocaust, die Celan als Jude nur knapp überlebte, in Dichtung.

Seine Poesie gilt als hermetisch, aber gleichzeitig ist sie voller biografischer Bezüge. Diese Spannung macht Celan einzigartig.

Paul Celan und Ingeborg Bachmann

Paul Celan (1920–1970) überlebte den Holocaust und lebte später bis zu seinem Tod in Paris. Ingeborg Bachmann (1926–1973), geboren in Klagenfurt, war Schriftstellerin und Lyrikerin. Beide verband eine persönliche und literarische Beziehung, Freundschaft und Liebe, dokumentiert im Briefwechsel "Herzzeit".
Paul Celan (1920–1970) überlebte den Holocaust und lebte später in Paris. Ingeborg Bachmann (1926–1973), geboren in Klagenfurt, war Schriftstellerin und Lyrikerin. Beide verband eine persönliche und literarische Beziehung, Freundschaft und Liebe, dokumentiert im Briefwechsel "Herzzeit". picture-alliance/ dpa | dpa

Wir verfolgen seine Beziehung zu Ingeborg Bachmann, der großen österreichischen Schriftstellerin; wir lauschen dem Dialog der Briefe zwischen den beiden und erspüren eine geheime Kommunikation zwischen den lyrischen Versen.

Wir fragen uns, warum der deutsche Philosoph Martin Heidegger Celan so schätzte. Und wagen uns an ein heikles Feld der Celan-Forschung: die Einflüsse der Psychiatrieaufenthalte auf sein lyrisches Spätwerk.

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Redakteur/in
Mareike Maage
Autor/in
Uta-Maria Heim
Frank Hertweck