Ökologie

Unkraut – Vom Schädling zur Nutzpflanze

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Großflächiger Giersch mit Blüten: Ein unscheinbares, hübsches Pflänzchen und doch gilt er als gefürchtet: der Giersch (Aegopodium podagraria). Das liegt an seinen unterirdischen Wurzeltrieben. Die sorgen dafür, dass der „gierige“ Giersch sich schnell und großflächig ausbreitet. Einmal da, ist er kaum wieder loszukriegen.
Ein unscheinbares, hübsches Pflänzchen und doch gilt er als gefürchtet: der Giersch (Aegopodium podagraria). Das liegt an seinen unterirdischen Wurzeltrieben. Die sorgen dafür, dass der „gierige“ Giersch sich schnell und großflächig ausbreitet. Einmal da, ist er kaum wieder loszukriegen.
Russischer Löwenzahn wird großflächig angebaut, um daraus Naturkautschuk zu gewinnen. Der Milchsaft des Russischen Löwenzahns (Taraxacum koksaghyz) enthält besonders viel Naturkautschuk. Das macht ihn als potenzielle Quelle für eine nachhaltigere Kunststoffproduktion interessant.
Autoreifen aus Löwenzahnkautschuk? Was im ersten Moment unvorstellbar klingt, könnte tatsächlich Wirklichkeit werden. Der Milchsaft des Russischen Löwenzahns (Taraxacum koksaghyz) enthält besonders viel Naturkautschuk. Das macht ihn als potenzielle Quelle für eine nachhaltigere Kunststoffproduktion interessant.
Violett blühender WIlder Schnittlauch: Ob fein gehackt im Quark, über Salate gestreut oder in selbstgemachter Kräuterbutter – Wilder Schnittlauch (Allium schoenoprasum) ist eine würzige Bereicherung für jeden Speiseplan.
Nicht nur schön fürs Auge. Ob fein gehackt im Quark, über Salate gestreut oder in selbstgemachter Kräuterbutter – Wilder Schnittlauch (Allium schoenoprasum) ist eine würzige Bereicherung für jeden Speiseplan.
Sauerampfer in einem Garten
Auch Sauerampfer (Rumex acetosa) ist essbar. Sein säuerlich-aromatischer Geschmack fügt sich wunderbar in die Wildkräuterküche ein.
Der Weiße Gänsefuß (Chenopodium album) wächst gern in Getreide- und Sojafeldern – zum Ärger der Landwirtschaft. Um Nutzpflanzen und Ernteerträge nicht zu gefährden, werden häufig chemische Mittel zur Unkrautbekämpfung eingesetzt, sogenannte Herbizide.
Der Weiße Gänsefuß (Chenopodium album) wächst gern in Getreide- und Sojafeldern – zum Ärger der Landwirtschaft. Um Nutzpflanzen und Ernteerträge nicht zu gefährden, werden häufig chemische Mittel zur Unkrautbekämpfung eingesetzt, sogenannte Herbizide.
Windenknöterich umrankt Nutzpflanzen, hier Leinpflanzen: Wie der Weiße Gänsefuß kann auch der Windenknöterich (Fallopia convolvulus) agrarwirtschaftliche Schäden anrichten, indem er Nutzpflanzen umrankt und ihnen die Nährstoffe entzieht. Vielerorts kommen dann aggressive Pflanzenschutzmittel zum Einsatz, die jedoch Flora und Fauna erheblich schädigen.
Wie der Weiße Gänsefuß kann auch der Windenknöterich (Fallopia convolvulus) agrarwirtschaftliche Schäden anrichten, indem er Nutzpflanzen umrankt und ihnen die Nährstoffe entzieht. Vielerorts kommen dann aggressive Pflanzenschutzmittel zum Einsatz, die jedoch Flora und Fauna erheblich schädigen.
Blätter einer Brennnessel: Brennnesseln sind sehr wichtig fürs Ökosystem. Zahlreichen Insektenarten dienen sie als Brutstätte. Als sogenannte Zeigerpflanze weist die Brennnessel zudem auf stickstoffhaltigen Boden hin.
Achtung, schmerzhaft! Mit Brennnesseln kommt wohl jeder mal in Berührung. Darum gelten sie vielen als lästig. Dabei sind Brennnesseln sehr wichtig für das Ökosystem. Zahlreichen Insektenarten dienen sie als Brutstätte. Als sogenannte Zeigerpflanze weist die Brennnessel zudem auf stickstoffhaltigen Boden hin.

Unkraut nervt und wird oft mit Chemie bekämpft. Doch heute weiß man: Sogenannter Beiwuchs kann auch sehr nützlich sein.

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Autor/in
SWR