Wenn es heiß wird, gehen Menschen gerne ins Freibad, um sich im kühlen Wasser zu erfrischen. Den Trick kennen Tiere schon lange: Löwen, Tiger und Elefanten plantschen besonders gerne. Natürlich nicht im Freibad, sondern in Flüssen und Seen.
Manche Tiere müssen ihre Behausung vor Hitze schützen
Staatenbildende Insekten wie Bienen und Termiten hingegen sind bei hohen Temperaturen damit befasst, ihre Wohnanlagen vor Überhitzung schützen.
Termiten bauen dazu Türme mit ausgeklügelten Belüftungsanlagen, wie sie auch in unseren Hochhäusern für Frische sorgen. Bienen benutzen ihre Flügel als Ventilatoren, um ihren Stock zu kühlen.
Faultiere wiederum wenden eine Anti-Überhitzungstechnik an, die auch wir Menschen kennen: Sie bewegen sich ganz langsam, denn hektische Bewegungen erhitzen den Körper unnötig.
Tierische Eigenheiten, über die der Mensch nicht verfügt
Andere Strategien lassen sich nicht ohne weiteres auf uns Menschen übertragen. Elefanten und Wüstenfüchse haben riesige Ohren, über die sie Körperwärme abgeben können. Das wäre bei uns höchstens mit Hilfe von plastischer Chirurgie möglich, ist aber wohl keine ernsthafte Option.
Ebenso eigentümlich ist die Kühltechnik von Geiern: Sie urinieren auf ihre Beine – denn Verdunstung kühlt. Vielleicht haben Einsiedler das schon gemacht, in Ballungsräumen wird sich diese Kühltechnik jedenfalls nicht durchsetzen.
Schuppenhaut mit Schutz vor Hitze
Wahre Profis in der Thermoregulation sind Agamen. Kein Wunder diese Echsen leben in Wüsten. Dort stellen sie sich gerne senkrecht der Sonne entgegen, um die Fläche zu verkleinern, auf die Sonnenstrahlung trifft.
Außerdem können die Echsen die Farbe ihrer Schuppenhaut aufhellen. Das führt dazu, dass sie das Sonnenlicht stärker reflektieren.
Beim Menschen ist es umgekehrt: Unsere Hautfarbe wird durch Sonneneinstrahlung meist dunkler. In Punkto Thermoregulation ist das nicht besonders schlau. Streng genommen geht es dabei ja aber auch eher um den Schutz vor UV-Strahlen.