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Hoffnung bei Alzheimer – Erstes Medikament und bessere Diagnostik

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Von Autor/in Dorothea Brummerloh

In Deutschland leben rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz, die meisten haben Alzheimer. Eine wirksame Therapie gibt es nicht, obwohl weltweit jahrzehntelang intensiv daran geforscht wurde.

Hoffnung weckt das Medikament Leqembi, das im Juli 2023 in den USA zugelassen wurde. Es verlangsamt das Nachlassen der Denk- und Merkfähigkeit im Frühstadium von Alzheimer.

Andere Forscher fanden Schutzfaktoren im Erbgut, die Nervenzellen vor dem Absterben bewahren, und Biomarker, die möglicherweise den Verlauf der Erkrankung verzögern. Auch an der Früherkennung wird gearbeitet.

Gesundheit Neue Einschätzung findet keinen Mehrwert bei Alzheimer-Wirkstoff Lecanemab

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat seine Nutzenbewertung für den Wirkstoff Lecanemab, der zur Behandlung von Alzheimer eingesetzt wird, veröffentlicht: Demnach bringt der Antikörper keinen Mehrwert zu gängigen Therapien. Der Aufwand mit Lecanemab in der Therapie sei dagegen hoch.
Martin Gramlich im Gespräch mit Daniela Remus, ARD-Gesundheitsredaktion.

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Demenzerkrankung Keine EU-Zulassung von Alzheimer-Medikament Lecanemab

Unerwartet hat die Arzneimittelbehörde EMA eine EU-Zulassung des Alzheimer-Medikaments Lecanemab abgelehnt. Lange galt das Mittel als Hoffnung, zumindest die Auswirkungen der Demenz-Krankheit zu verlangsamen. Doch die EMA schätzt das Risiko schwerer Nebenwirkungen höher ein als die erwartete Wirkung.

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Medizin Neue Studie: Ein Drittel der Demenzfälle sind vermeidbar

Nach einer neuen Schätzung ist ein Drittel aller Demenzerkrankungen vermeidbar. Zu diesem Schluss kommt ein Team der Harvard Medical School und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen. Entscheidend ist, dass wir bestimmte Risikofaktoren beachten, wie etwa Übergewicht, Depressionen oder Schwerhörigkeit.
Jochen Steiner im Gespräch mit Prof. René Thyrian, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Potsdam

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Gesundheit Warum erinnern sich Alzheimer-Patienten an ihre Kindheit, aber nicht ans letzte Frühstück, Eckart von Hirschhausen?

Das Gehirn besteht aus verschiedenen Bereichen. Es gibt ältere und neuere Teile. Zum Beispiel erinnern sich viele an Gerüche aus der Kindheit; die sind im Hippocampus abgespeichert

Medizingeschichte Woher kommt der Begriff "Alzheimer", Eckart von Hirschhausen?

Der Name der Krankheit geht auf den Nervenarzt Alois Alzheimer zurück. Der erkannte 1906 auffällige Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit und Sprachprobleme bei einer Patientin.