Gynäkologie

Warum kann eine Reizblase in den Wechseljahren auftreten?

Das ist ein Thema, was typischerweise nach der letzten Regelblutung auftritt – in der Phase, in der der Östrogenspiegel ganz niedrig ist. Woran liegt das?

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Stand

Von Autor/in Anneliese Schwenkhagen

Östrogen regelt das Funktionieren von Scheide und Blase

Man muss sich vorstellen, dass sowohl die Scheide als auch die Blase abhängig sind vom Hormon. Östradiol ist gut für die Scheide, aber es ist auch sehr gut für die Blase. Das Funktionieren von Scheide und Blase, der Schutz vor Infektionen, der Schutz vor diesem Reizgefühl geht eigentlich nur, wenn genug Östradiol da ist bzw. Östrogene da sind, um genau zu sein. Es muss gar nicht Östradiol sein, es kann auch Östriol sein. Es muss einfach genug Östrogen da sein.

80 Prozent der Frauen bekommen Beschwerden

Das Dramatische ist: Dieses Problem haben 100 Prozent aller Frauen. Also nicht alle Frauen kriegen eine Reizblase, aber alle haben diesen niedrigen Östradiolspiegel, diese niedrigen Östrogene, die sich dann auswirken. Und ungefähr 80 Prozent haben Beschwerden. Aber es wird nur ein ganz kleiner Teil der Frauen behandelt.

Gynäkologie Sind die Hormone bei einer Hormonersatztherapie pflanzlich oder chemisch?

Bestimmte pflanzliche Präparate haben eine schwache östrogenartige Wirkung. Aber die Yamswurzel zum Beispiel ersetzt auf keinen Fall Progesteron.

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