Physik

Warum bleiben Tautropfen an der Grasspitze hängen?

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Stand

Von Autor/in Gábor Paál

Tau verteilt sich auf der Fläche

Tau ist Wasser, das nachts, wenn es kalt ist, aus der Luft kondensiert und sich an den Blättern niederschlägt. Und zwar in Minitröpfchen auf der ganzen Fläche; da ist das ganze Blatt nass.

Guttationstropfen: von der Pflanze an der Spitze ausgeschieden

Die größeren Tropfen an der Spitze sind meist gar keine Tautropfen, sondern sogenannte "Guttationstropfen". Diese schlagen sich nicht aus der Luft nieder auf das Blatt, sondern sie werden aktiv durch die Spaltöffnungen vom Blatt ausgeschieden. Und das passiert eben an der Spitze.

Diese Tropfen können nachts durchaus mal runterrutschen, wenn sie richtig schwer werden. Aber morgens bleiben sie aufrgund der Adhäsionskräfte oben hängen. Tagsüber verdunsten sie ohnehin sofort. Das passiert auch bei den Gräsern.

Es gibt aber auch einen anderen Fall, wo sich dann tatsächlich Tautropfen auf dem Blatt niederschlagen und sich auch an der Spitze sammeln. Das passiert besonders bei solchen Blättern, die besonders stark gekrümmt sind, wie etwa bei Farnen. Da wiederum sorgt die Krümmung dafür, dass die Adhäsionskräfte am stärksten wirksam werden und dass deshalb der Tautropfen oben bleibt und nicht herunterrutscht.

Ist Raureif eine Art Tau?

Genau. Beim Raureif entstehen im Winter keine Tropfen, sondern gefrorene Fläche. Es ist eigentlich genau das Gleiche, nur eben in gefrorenem Zustand.

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Ja – zumindest im normalen menschlichen Zeithorizont. In evolutionären Maßstäben sieht es anders aus. In den Eiszeiten etwa lag der Meeresspiegel mehr als 100 tiefer als heute. Von Gábor Paál | Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

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