Katzen: gemacht für überschaubare Räume
Nicholas Dodman, ein emerierter Professor der Tufts Universität in der Nähe von Boston erklärt das so: Katzen sind gemacht für kleine überschaubare Räume. Das zieht sich durch ihr ganzes Leben. Schon nach der Geburt liegen die Kätzchen mit ihren Geschwistern eng aneinander gekuschelt, wie in einem Nest – das prägt sie. Dodman vermutet, dass eine kuschelige Umgebung, wenn sie Berührung erleben, bei Katzen Endorphine freisetzt: Substanzen im Gehirn, die Glücksgefühle auslösen.
Die Liebe zu kleinen abgeschlossenen Räumen führt auch dazu, dass sich Katzen in Pappkartons sauwohl fühlen. Man hat festgestellt, dass Katzen sich an eine neue Umgebung schneller gewöhnen, wenn ihnen eine solche Kiste zur Verfügung gestellt wird. Sie fühlen sich geborgen und geschützt. Katzen ohne Kisten fremdeln länger mit einer Umgebung. Die Liebe zu abgegrenzten Räumen gehört also zu ihrem Verhaltensrepertoire. Und aus diesem Grund machen sie es sich dann auch in einem aufgeklebten Viereck auf dem Boden gemütlich. Das ist zwar kein Pappkarton, höchstens ein schlechter Ersatz – aber immerhin ein Ersatz.
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