Alle relevanten "sozialen Medien" sind US-amerikanisch oder chinesisch. Falschnachrichten und Hass werden kaum kontrolliert. Die Algorithmen belohnen Inhalte, die polarisieren.
Schon lange gibt es die Idee, dass Europa gemeinnützige Plattformen aufbaut, die nicht "toxisch" sind. Die verlässlichen Informationen bieten und konstruktiven Dialog ermöglichen. In denen nicht ein reicher Milliardär entscheidet, was die Welt zu sehen bekommt.
Wie könnte das funktionieren – und welche Rolle kann der öffentlich-rechtliche Rundfunk dabei spielen?
Leonhard Dobusch ist Professor für Betriebswirtschaft an der Universität Innsbruck, ist Mitglied im ORF-Stiftungsrat und saß bis vor Kurzem im ZDF-Verwaltungsrat.