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Wie halten Tiefseefische den enormen Wasserdruck aus?

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Von Autor/in Ronald Fricke

Schwimmblase wird mit Muskelkraft gehalten

Grundsätzlich bereitet der Wasserdruck keine Probleme; er ist innen so hoch wie außen. Probleme entstehen erst dann, wenn man die Tiefe ändert, also wenn man auf- und wieder absteigt. Speziell Tiefseefische, die in den oberen Bereichen zwischen 1.000 und 2.000 Metern leben und in der Nacht an die Oberfläche kommen, haben Probleme, diesen Druckunterschied auszugleichen.

Die Schwimmblase der Fische läuft Gefahr, beim Aufsteigen zu zerplatzen. Sie wird deshalb mit Muskelkraft zusammengehalten.

Mit Sauerstoff gefüllte Schwimmblase hilft durch sauerstoffarme Zonen

Gleichzeitig müssen diese Tiefseefische noch durch eine Zone mit sehr wenig Sauerstoff.  Die liegt meistens zwischen 500 und 800 Metern. Die Fische lösen das, indem sie vorher Sauerstoff in ihre Fischblase hineingeben und ihn wieder ausatmen, während sie durch die sauerstoffarme Zone schwimmen.

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Festes Gestein wird nach unten hin immer wärmer. Doch im Meer ist das genau andersherum. In den Meerestiefen herrschen sogar Temperaturen unter Null. Von Gábor Paál | Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.