Beethoven Reborn

Klassik erleben ohne klassische Produktion

Beethoven digital wiederbeleben, geht das? Wir haben mit SWR Kultur und BR-Klassik die Grenzen generativer Video-KI ausgelotet. Ein Experiment zwischen Prompts und Motion Capture. 

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Stand

*Video*

RedaktionenSWR Kultur, BR Kultur
ProjektleitungAnnika Kräutle, Sebastian Demuth
Entwicklungszeitraum

2024 und 2025 haben die großen Entwicklungssprünge bei der KI-Generierung von Videos immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, insbesondere die Konsistenz und Echtheit von Charakteren. Aber eine Frage, die uns immer wieder umtreibt, ist: Wie gut ist das tatsächlich? 

Um uns einer Antwort darauf anzunähern, haben wir uns mit den Redaktionen von SWR Kultur und BR-Klassik zusammengeschlossen. Unser gemeinsames Ziel: mithilfe von Generativer Video-KI Klassik neu und digital erlebbar machen. 

Zwei Produktionsansätze 

Innerhalb des Projektes haben wir zwei Produktionsansätze ausprobiert:

  1. 100% generative KI ohne menschliches Zutun (außer Prompten) 
  2. Unterstützung durch Motion Capturing  

Ansatz #1 

Hier haben wir uns voll auf Video-KI wie Midjourney und Runway verlassen. Die menschliche Aufgabe bestand im Prompting und der Ergebnis-Kuration. 

In diesem Ansatz waren wir starken Limitierungen konfrontiert:

  • Nur 8-sekündige Outputs möglich 
  • Vielfache Reproduktion der gleichen Snippets durch fehlerhafte Artefakte im generierten Ergebnis 
  • Reduzierte Ausdrucksmöglichkeiten 
  • Eingeschränkte Darstellung von Menschlichkeit 

*Bildergalerie* (Präse S.13)

Ansatz #2 

Im zweiten Anlauf haben wir generative KI mit Motion Capturing verbunden, um menschliche Mimik und Gestik in die Videogenerierung einfließen zu lassen. 

Das Ergebnis war deutlich menschlicher, kommt aber auch mit Einschränkungen:

  • sehr viel und filigrane Handarbeit nötig 
  • KI-Stil der Grafik ist weiterhin schwer steuerbar 

*Bildergalerie* (Präse S.15)

Fazit

Aus Produktionssicht haben wir noch nicht den Stand erreicht, der zum Teil von den Tools versprochen wird. 

Und auch die Nutzer*innen sind noch nicht so richtig überzeugt. In unserem Test haben Menschen mit starken negativen Emotionen auf die generierten Videos reagiert, weil sie die Ergebnisse auf den ersten Blick noch immer als künstlich und unecht einschätzen konnten. 

Aber wie immer gilt auch bei diesem Thema: Dranbleiben und die weiteren Entwicklungsschritte aktiv mitbegleiten. 

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Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
SWR