„Grand Theft Auto“, „The Witcher“, „Fifa“: Videospiele sind das beliebteste Medium der Welt, größer als die Film- und Musikindustrie zusammen. Für diesen Erfolg sind vor allem sogenannte Triple-A-Spiele verantwortlich: Blockbuster, große Produktionen, die sehr teuer sind und bei denen die Entwickler:innen unter enormem Erfolgsdruck stehen. Doch die Produktion der Spiele entsteht unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen.
„Crunch“ – Arbeiten bis zum Zusammenbruch
„Crunch“ wird in der Videospielindustrie vor allem die Schlussphase einer Entwicklung genannt, in der Entwickler:innen durchschnittlich 14 Stunden am Tag arbeiten, auch an Wochenenden – und das über Wochen und Monate hinweg. Die Folge: Burnouts, Depressionen, Schlaganfälle, zerstörte Familien. Doch anstatt sich diesen Problemen zu stellen, gehen die großen Konzerne sogar noch weiter, wie Recherchen aufgedeckt haben.
Spaßindustrie gebaut auf Opfern
Die Doku „Crunch“ erzählt von den Opfern dieser Branche weltweit, von der systematischen Ausbeutung innerhalb dieser Industrie und einer männerdominierten Welt, in der sexuelle Übergriffe zum Alltag gehören. Durch die Perspektive des Erzählers und Journalisten Khesrau Behroz, dem Gaming nach seiner Flucht aus Afghanistan neuen Halt im Leben gegeben hat, stellt „Crunch“ die Frage, wie etwas, das so vielen Menschen Glück und Trost spendet, unter so schlimmen Bedingungen entstehen kann. Expert:innen geben zusätzliche Einblicke und zeigen die eigentlichen Kosten der Unterhaltung, die auf den Opfern derer baut, die sie erschaffen.
„Crunch – Die dunkle Seite der Gaming-Industrie“
voraussichtlich Oktober 2024 in der ARD Mediathek und im SWR
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