Noch keine dreißig Jahre alt, wird Hendrik Holt zum Hoffnungsträger der deutschen Energiewende: unterstützt von nationaler und internationaler Politik, gefeiert als Visionär und „Wunderkind“ der Windkraftbranche. Doch hinter der glänzenden Fassade verbirgt sich ein Geflecht aus Täuschung, Betrug und maßloser Gier.
Ein betrügerisches Imperium
Jahrelang verdient Hendrik Holt mit gefälschten Unterschriften und Baugenehmigungen für Windparks ein Vermögen. Er logiert in den besten Hotels und reist im Privatjet. Niemand will den offensichtlichen Betrug wahrhaben, bis ein ehrgeiziger Staatsanwalt auf den Plan tritt. Es folgt ein haarsträubendes Katz-und-Maus-Spiel. Der Fall endet mit voller Wucht: Am 17. April 2020 wird Holt im Luxushotel Adlon in Berlin verhaftet. Er und seine Familie, mit der er die Fälscherwerkstatt betrieb, werden vor Gericht gestellt und zu hohen Haftstrafen verurteilt. Doch selbst aus der Haft heraus inszeniert sich Holt als charismatischer Unternehmer, der trotz aller Widrigkeiten nach vorne blickt.
Eine Geschichte über Gier und Moral
Der Film zeigt Holt erstmals exklusiv vor der Kamera. Zu Wort kommen auch seine Großmutter, seine Ehefrau, ehemalige Weggefährten sowie Ermittler, Staatsanwälte und Journalist:innen, die den Hochstapler zu Fall brachten. Es entsteht das vielschichtige Porträt eines Systems, das Betrug begünstigt und zugleich zeigt, welche Rolle einzelne Personen, die an Moral und Ehrlichkeit glauben, im Aufdecken von Fehlverhalten spielen.
„Holt – Der Windkraft-Schwindler" ist ein Film von Jan Peter und Sandra Naumann und eine Produktion von Frisbeefilms in Koproduktion mit Fortis Imaginatio und Avanga für den SWR, HR und NDR.
„Holt – Der Windkraft-Schwindler"
ab 27. März in der ARD Mediathek und im Ersten
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