„Die Fallers“ laufen seit über 30 Jahren im SWR – nun ist der Macher der renommierten Schwarzwaldserie tot. Heinz Recht, Abteilungsleiter Fernsehserie, schlug im Jahr 1993 dem damaligen SWF eine Serie vor, die im ländlichen Milieu des Schwarzwalds spielen sollte: Eine Schwarzwaldserie mit dem Titel „Die Fallers“.
Zunächst nur 100 Folgen geplant
Rechts Idee wurde als langlaufende Serie konzipiert, die zunächst auf 100 Folgen begrenzt sein sollte. Zur großen Überraschung wurde das Format ein derartiger Erfolg, dass „Die Fallers“ im vergangenen Jahr ihren 30. Geburtstag feiern durften.
Blaupause für erfolgreiches Fernsehen
Heinz Recht hatte eine Vision, für die er kämpfte und die sich als wegweisend in der deutschen Fernsehlandschaft erwies: Eine eigenproduzierte Serie, mit authentischen Figuren, einer ruhigen, aber nicht undramatischen Erzählweise, mit Geschichten, in denen sich Zuschauerinnen und Zuschauer wiederfinden konnten, mit regionalem Bezug in einer traumhaft schönen Landschaft – die Blaupause für erfolgreiches Fernsehen. Zum fünfjährigen Jubiläum der „Fallers“ schrieb Heinz Recht 1999: „In der heißumkämpften Serienlandschaft hatte das Produkt nur dann eine Chance, wenn es sich von anderen unterscheiden würde. Das Recycling von Bekanntem durfte unser Anliegen nicht sein“.
Heinz Recht
Heinz Recht war gelernter Musikalienhändler, wechselte dann zum WDR und ließ sich dort als Aufnahmeleiter ausbilden. Bei Fernsehspielproduktionen arbeitete er mit Regisseuren wie Peter Zadek und Peter Beauvais zusammen.
„Die Fallers“ haben ihm viel zu verdanken
Heinz Recht war als „Vater der Fallers“ nicht nur ein wichtiger Abteilungsleiter und Produzent, sondern auch ein liebenswerter und angenehmer Kollege, ausgestattet mit Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und viel Humor. Der SWR und „Die Fallers“ haben Heinz Recht viel zu verdanken.
Er hinterlässt eine große Lücke.
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