Im Schnitt blicken wir 88-mal am Tag aufs Handy und sind drei Stunden online. Das hat Folgen: Seit Einführung des Smartphones ist die Zahl der psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen deutlich gestiegen, die Aufmerksamkeitsspanne hat sich verkürzt und Mediensucht ist eine reale Gefahr. Doch welche Effekte erzielt ein konsequenter Medienverzicht über drei Wochen? Passiert da schon irgendetwas?
Auf digitalem Entzug
Der als „Checker Tobi“ bekannt gewordene Journalist und Moderator Tobias Krell wagt zusammen mit Schüler:innen und Lehrer:innen den Selbstversuch. Gemeinsam schalten sie für drei Wochen Handy, Tablet, Laptop, TV und Spielkonsole aus. Wie erleben die Schülerinnen und Schüler das Experiment? Kämpfen sie mit Entzugserscheinungen, Langeweile, emotionalem Stress oder den Herausforderungen eines analogen Alltags in einer zunehmend digitalisierten Welt?
Messbare Verbesserungen
Ein Wissenschaftsteam begleitet die Gruppe. Sie erklären Zusammenhänge und untersuchen engmaschig, wie sich die Medienabstinenz auf Konzentration und Reaktion, Schlaf, Wohlbefinden, Stress- und Bewegungslevel auswirkt. Die Jugendlichen selbst entlarven Abhängigkeiten und entdecken Freiräume für die eigene Persönlichkeitsentwicklung.
Nachmachen erwünscht
Das Experiment wirft unter anderem die Frage auf, wie sich das Gleichgewicht zwischen digitaler Vernetzung und der neu gewonnenen Eigenständigkeit beibehalten lässt. Hierfür liefert die Doku Tipps und Tricks. Sie plädiert für einen bewussten Umgang mit digitalen Welten, die dauerhaft kaum wegzudenken sind. Kurze Auszeiten sollten jedoch jederzeit möglich bleiben. Wie gewinnbringend sich diese Pausen erweisen, zeigt der Selbstversuch, zu dem die Doku motivieren möchte.
„Schule ohne Smartphones – Das Experiment mit Tobi Krell“ ist eine Produktion des SWR in Zusammenarbeit mit der megaherz GmbH.
„Schule ohne Smartphones – Das Experiment mit Tobi Krell”
voraussichtlich ab September in der ARD Mediathek
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