„Ich wurde vergewaltigt.“ Zehn Jahre nach dem Übergriff fällt Jana dieser Satz noch immer schwer. Als erfolgreiche Unternehmensberaterin hatte sie sich lange nicht als Frau gesehen, der so etwas passiert. Doch Jana hat das Erlebte aufgearbeitet – und begonnen, das Tabu zu brechen. Erst im privaten Umfeld, später auch öffentlich. Sie will, dass über sexualisierte Gewalt gesprochen wird.
Alternative Wege für Betroffene
Sexualisierte Übergriffe werden öffentlich verhandelt, oft mit verhärteten Fronten: Aussage steht gegen Aussage. Viele Verfahren enden ohne juristische Klärung, die Fälle verschwinden aus den Medien. Für Betroffene bleibt die zentrale Frage: Wie kann Aufarbeitung aussehen, wenn der Rechtsstaat keine Antworten liefert? Der Podcast will das Schweigen brechen und neue Perspektiven eröffnen – für Betroffene, für Angehörige und für eine Gesellschaft, die lernen muss, besser hinzusehen.
Vom Trauma und Selbstermächtigung?
Der Doku-Podcast „Wie weiter?" begleitet Jana auf ihrer Suche nach alternativen Wegen der Aufarbeitung. Die Hosts Lena von Holt und Miku Sophie Kühmel erkunden in fünf Folgen Restorative Justice, Täter-Opfer-Dialoge, therapeutische Ansätze und die Frage nach Verantwortung. Expert:innen aus Psychologie, Rechtswissenschaft und Sozialarbeit ordnen ein, diskutieren mit und zeigen: Es gibt mehr als den Gerichtssaal.
„Wie weiter?“ ist eine Produktion von Studio Soma und SWR Kultur. Die Autor:innen sind Lena von Holt und Miko Sophie Kühmel, die Redaktion hat Christian Lerch.
„Wie weiter? Überleben nach einer Vergewaltigung.”
ab Oktober 2026, in der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt
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