Für die Landessenderdirektion Baden-Württemberg war das Jahr 2024 sehr ereignisreich. Neben dem Tagesgeschäft investierten die Redaktionen viel Arbeit, um noch mehr Menschen mit regionalen Inhalten zu erreichen.
Die Nachrichtenwelt schaut nach Baden-Württemberg
Sie sind nah dran an den Menschen und das zahlt sich immer wieder aus. Als im Juni 2024 ein Jahrhunderthochwasser viele Regionen in Baden-Württemberg getroffen hat, waren die Kolleginnen und Kollegen schnell vor Ort. Dank ihrer Informationen konnte SWR Aktuell die Menschen mit einem Live-Ticker, mit zahlreichen Berichten auf Social Media, im Radio und in Sondersendungen im SWR Fernsehen versorgen. Damit erreichte der SWR Millionen von Menschen. Dank der Zusammenarbeit mit der Tagesschau und der ARD können auch Interessierte außerhalb von Baden-Württemberg schnell auf die Berichte zugreifen.
Die Redaktionen waren 2024 gleich bei mehreren Ausnahmesituationen gefordert. Dazu zählte die tödliche Messerattacke auf den Polizisten Rouven Laur in Mannheim. Hier zeigte sich einmal mehr, dass der SWR vor Ort ist, um seriös und sensibel zu berichten. Das galt auch bei der Trauerfeier für den ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble in Offenburg, die der SWR live übertragen hat.
Der SWR investiert in die Regionalität
Das soll auch in Zukunft so bleiben. Deswegen investiert der SWR auch in die Regionalität. Das neue Studio Mannheim-Ludwigshafen wurde im April 2024 eröffnet. Es ist deutlich kleiner und damit auch günstiger als das alte Gebäude, das hätte saniert werden müssen. Das Team aus etwa 90 Kolleginnen und Kollegen berichtet aus der Grenzregion zwischen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Auch in Heilbronn wird mit einem Neubau auf lange Sicht Geld gespart. Im November ist die Redaktion dorthin umgezogen. Die etwa 40 Kolleginnen und Kollegen kümmern sich um den Stadt- und Landkreis Heilbronn, den Hohenlohekreis, den Main-Tauber-Kreis und den Kreis Schwäbisch-Hall.
Der SWR hört den Menschen vor Ort zu
Die Studios sind nicht nur der Arbeitsplatz für die Reporterinnen und Reporter. Sie sind auch ein Ort für Veranstaltungen. Im Studio Mannheim gab es zum Beispiel eine „SWR trifft…“-Veranstaltung mit Musliminnen und Muslimen. Ziel war, sich gegenseitig auszutauschen und ein Verständnis füreinander zu entwickeln. Ähnliche Veranstaltungen gab es 2024 mit „Landleben trifft SWR“ und „Kommunalpolitik trifft SWR“. Daraus entstanden neue Kontakte und Ideen für die Berichterstattung. Bei SWR1 Baden-Württemberg wurde daraus sogar eine ganze Serie mit dem Namen „Baden-Württemberg macht’s“. Dort kommen Menschen zu Wort, die bei sich vor Ort anpacken und zeigen, wie man Probleme lösen kann.
Die Kommunalpolitik hat die Landessenderdirektion 2024 auch im Rahmen der Wahlen beschäftigt. Im Mai wurden neue Gemeinderäte, Kreistage und ein neues Europaparlament gewählt. SWR Aktuell hat gemeinsam mit dem Politikmagazin „Zur Sache Baden-Württemberg“ und den Studios ausführlich darüber berichtet – vor der Wahl, am Wahlabend selbst und danach. Der SWR hatte am Wahlabend exklusiv Prognosen zur Kommunalwahl für die drei größten Städte Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe veröffentlicht.
Neue Formate und alte Klassiker
Neben den Nachrichten haben sich die Menschen auch sehr für die anderen Formate der Landessenderdirektion interessiert. Der YouTube-Kanal „Handwerkskunst“ wächst immer weiter und erreicht jeden Monat zwischen sechs und acht Millionen Menschen. Das Format „Outdoor-Liebe“ hat sich auf Instagram etabliert und die „Podcast-Therapie“ hat sich den Fragen und Sorgen der Generation 40+ gewidmet.
Aber auch etablierte Formate waren weiterhin sehr beliebt. Während der fünften Jahreszeit hat der SWR wieder zahlreiche Umzüge und Saalfastnachten übertragen – von Konstanz bis Horb am Neckar. Mehr als 22 Stunden Programm kamen so im SWR Fernsehen zusammen. SWR1 war erneut mit der beliebten Reihe „Pop und Poesie in concert“ in Baden-Württemberg unterwegs und hat Musikfans aus ganz Deutschland mit der „Hitparade“ glücklich gemacht. Weltstars wie Chris de Burgh sind auf Einladung von SWR4 zum Festival nach Wörth am Rhein gekommen.
Wie Medien konsumiert werden, ändert sich ständig. Die Redaktionen passen sich laufend daran an. Deswegen hat SWR Aktuell entschieden, Interessierte auch über WhatsApp mit Nachrichten zu versorgen. Die Redaktion hat 2024 darüber hinaus ein neues YouTube-Format an den Start gebracht: die Reportagereihe „SWR Aktuell 360 Grad“. Zwei Hosts wechseln sich ab und gehen an Orte in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz, an denen Welten aufeinanderprallen.
Wie bei allen neuen Formaten arbeiten die Redaktionen eng mit der Medienforschung zusammen, legen Ziele fest und überprüfen, ob die Erwartungen auch erfüllt werden. Der Podcast „Mafia Land“ hat die Ziele übererfüllt. Deswegen gab es 2024 eine zweite Staffel, die dieses Mal den Spuren der Mafia in Mannheim nachgeht. Das Format „Comedy Clash“ hat auf die Streaming-Plattform Twitch gewechselt und erreicht dort die junge Zielgruppe deutlich besser als in der ARD Mediathek.
Jungen Talenten eine Chance geben
Auch externe Talente werden beim SWR gefördert. Dafür gibt es das Talentnetzwerk. Der SWR kooperiert dafür mit jungen Hosts aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und bietet ihnen individuelle Beratung für maximal ein Jahr an. Im Gegenzug werden deren Kanäle auf Instagram, TikTok, YouTube oder Twitch in dieser Zeit Teil des SWR-Portfolios. Das Talentnetzwerk wird 2025 weitergeführt.