Die Raumabahn, die zwischen 1912 und 1924 gebaut wurde, gehört zu den schönsten Strecken des Landes. Herausragend die Steinbogenbrücke über die Rauma, die Kylling Brücke, die zu den absoluten Bahnsehenswürdigkeiten Norwegens zählt. Allein neun Jahre betrug die Bauzeit.SWR
Das Interieur des Wagens ist nahezu unverändert übernommen worden. Bei Wagen besteht aus zwei Teilen aber ohne Türe. Im hinteren Wagenteil sind drei Stuhlreihen versetzt worden, um den Altar zu plazieren. Dieser besteht aus lackierten Eisenbahnschwellen, die geschliffen und in einem hellen Braunton lackiert sind. Sieht durchaus edel aus. Auf dem Altar liegen zwei Schienenstücke zur seitlichen Begrenzung. Das Kreuz besteht aus Schienenteilen und Eisenbahnnägeln, das Fenster aus farbigen Glasornamenten. Im Raum selbst klingt sehr angenehme, leicht meditative Hintergrundmusik. Ein Raum zum Verweilen, auch wenn man nicht tiefgläubig ist.SWR
Die Hafenstadt Bergen ist geprägt durch ihre bunten, am Hafen stehenden Holzhäuser und dem Kaufmannsviertel Bryggen, welches UNESCO-Weltkulturerbe ist.SWR
Mit dem Boot MS Solundir der Fylkesbaatane geht es durch die norwegische Fjordlandschaft. Anfangs fährt das Boot noch recht gemächlich, doch sobald das Hafengebiet zurückliegt, kann die 5.500-PS-Maschine ihre volle Kraft entfalten und di Geschwindigkeit schrittweise nach oben fahren. Nicht etwa zu verwechseln mit der Schrittgeschwindigkeit. Das Boot kann mit bis zu 67 Stundenkilometern durch phantastische Wasserwelt rasen. Wobei 60 Sachen sehr angenehm sind.SWR
Die Flambahn, das Wunderwerk der Technik führt von 0 auf 865 m auf der 20 km langen Fahrt steil hinauf nach Myrdal. Hohe Berge säumen den Weg. Tosende Wasserfälle stürzen ins Tal. Eine der schönsten Bahnstrecken Europas.SWR
Die zerklüftete Fjordlandschaft des Sogne- und Aurlandsfjord zieht beinahe in "Bahngeschwindigkeit" an den zahlreichen Beobachtern auf der hinteren Plattform des Bootes vorüber.SWR
Das Ende der Bootsreise ist in Flam, den Startpunkt der Flåmbahn. Der Ort wird seiner Bekanntheit nicht wirklich gerecht. Ein paar Häuser stehen herum, der neue Bahnhof von 1994 in typischem Norwegerrot, einige Meter entfernt der alte Bahnhof in gelber Farbe gestrichen. Er beherbergt das kleine Bahnmuseum und zwei Originalfahrzeuge, wobei die grüne E-Lok herausragt. Viel mehr ist hier nicht zu finden. Der Anleger für die riesigen Kreuzfahrschiffe und ein Parkplatz für die vielen Busse.SWR
Der Endpunkt der Flambahn ist Myrdal. Hier wartet der Anschlusszug nach Bergen. Wenn Flam schon ein ziemlich "verschlafenes" Nest ist, wird es durch Myrdal noch übertroffen. Dort scheint der berühmte "Hund begraben". Ein Bahnhof, eine kleines Betriebswerk und fünf Häuser, das reicht aus für einen Haltepunkt auf der Hauptbahn.SWR