Folge 1080

Die Todesbahn in Thailand

Die Brücke am Kwai hat ein Spielfilm weltbekannt gemacht und damit die Thailand-Burma-Eisenbahn, deren Bau eine tragische Kriegsgeschichte ist.

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Stand
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Vom alten Bahnhof Thonburi in Bangkok existiert nur noch das historische Gebäude. Hier verkehrten vor 120 Jahren die Züge Richtung Westen und Südthailand. Kirsten Ruppel
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Das Eisenbahn-Depot und der heutige Bahnhof Thonburi liegen etwa einen Kilometer entfernt vom historischen Ort. Kirsten Ruppel
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Im Depot in Thonburi stehen zwei betriebsfähige Dampfloks, die allerdings nur zu ganz besonderen Anlässen angeheizt werden. Kirsten Ruppel
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Vom Lokführer werden die Dampfloks gehegt und gepflegt. Im Regelbetrieb ist er mit einer Diesellok unterwegs. Kirsten Ruppel
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In der Drehzeit im Januar 2024 gab es leider keine dieser seltenen Sonderfahrten mit Dampflok. Dafür müsste das Drehteam vom SWR ein anderes Mal wiederkommen. Kirsten Ruppel
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Im Regelbetrieb nutzen die Thais hauptsächlich Alstom-Loks in 4 Baureihen, die bis zu 50 Jahre alt sind. Kirsten Ruppel
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Auf dem Depotgelände befindet sich ein altes manuelles Stellwerk. Kirsten Ruppel
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Die Eisenbahner sind stolz, dass ihr manuelles Stellwerk noch voll funktionstüchtig ist. Kirsten Ruppel
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Von hier werden die Weichen gestellt, das Rangieren überwacht und die Lok vom Depot zum Bahnhof dirigiert. Kirsten Ruppel
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Am Bahnhof stellen die Eisenbahner dann den Zug für die Fahrt in den Nordwesten zusammen. Kirsten Ruppel
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Der Zug steht in den Startlöchern. Es kann losgehen. Kirsten Ruppel
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Die Fahrdienstleiter mit ihren roten und grünen Flaggen sind immer wieder ein schönes Filmmotiv. Kirsten Ruppel
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Das SWR-Team darf auch die Mönche filmen und interviewen, die in einem eigenen Abteil reisen und dort meditieren. Kirsten Ruppel
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Ist der Zug vorbei, werden die Schienen schon mal zweckentfremdet als Spazierweg genutzt. Kirsten Ruppel
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Eine besondere Weiche, die im Januar 2024 noch per Hand gestellt wurde: kurz vor dem Bahnhof der Nong Pladuk Junction fährt der Zug auf das Gleis, das nach Nordwesten führt. Kirsten Ruppel
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An der Nong Pladuk Junction geht es in 3 Richtungen. Kirsten Ruppel
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Auf Stein verewigt: hier beginnt offiziell die Strecke der Thailand-Burma Eisenbahn, der sogenannten Todesbahn. Kirsten Ruppel
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Die Eisenbahner an der Nong Pladuk Junction sind am Hin- und Herrennen. Sie müssen die Token von den Zügen holen und tauschen. Kirsten Ruppel
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Die Token bringen sie mitsamt der Ringhalterung umgehend ins Bahnhofsgebäude der Nong Pladuk Junction. Kirsten Ruppel
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Im Bahnhofsgebäude stehen die Token-Maschinen, die alle noch ihren Dienst tun. Kirsten Ruppel
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Auch wenn nach und nach eine moderne Stellwerktechnik eingeführt wird, halten die Eisenbahner ihr altes Stellpult in Ehren. Kirsten Ruppel
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Im Warteraum am Bahnhof der Nong Pladuk Junction bekommen die Fahrgäste in Bildern erklärt, worauf sie aufpassen müssen bei der Zugfahrt. Kirsten Ruppel
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Hinter und auf Zügen ist es gefährlich: drastisch wird veranschaulicht, was alles beim Verstoß gegen die Vorschriften passieren kann. Kirsten Ruppel
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In Kanchanaburi ist der Zug aus der Gegenrichtung schon früher angekommen. Kirsten Ruppel
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Wie auf der ganzen eingleisigen Strecke der Todesbahn wird auch in Kanchanaburi noch mit Token der Zugverkehr geregelt. Nur wer ihn hat, darf fahren. Kirsten Ruppel
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Vor der River Kwai-Brücke stehen drei Schienenfahrzeuge, die im Zweiten Weltkrieg beim Bau der Strecke zum Einsatz gekommen sind. Die Dampflok 804 ist eines davon. Kirsten Ruppel
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Die Thais lieben es, ihre alten Schienenfahrzeuge äußerlich zu restaurieren und als Denkmal aufzustellen. Kirsten Ruppel
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Auch ein umgebauter japanischer LKW, der beim Bau der Todesbahn verwendet wurde und auf Schienen fuhr, ist als Denkmal drapiert. Kirsten Ruppel
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Der lange Zug, der am Morgen in Thonburi gestartet ist, fährt über die Brücke am Kwai. Kirsten Ruppel
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Auf der Brücke am Kwai: Der Kameramann filmt ein historisches Foto aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Kirsten Ruppel
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Die Strecke der Thailand-Burma-Eisenbahn verläuft parallel zum Kleinen Kwai in die Berge Richtung Myanmar. Kirsten Ruppel
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Der Zug schlängelt sich hinter Kanchanaburi durch eine tropisch-üppige Vegetation. Kirsten Ruppel
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Für die Bauarbeiten am Wang Pho Viadukt mobilisieren die Schienenarbeiter einen alten Kran. Kirsten Ruppel
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Das Wang Pho Viadukt muss regelmäßig gewartet werden, denn es ist hauptsächlich aus Holz gebaut, das bei der tropisch-feuchten Luft schnell verrottet. Kirsten Ruppel
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Der Hellfire Pass: eine Gedenkstätte für die vielen im Zweiten Weltkrieg beim Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn gestorbenen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter. Kirsten Ruppel
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Unterwegs mit einem buddhistischen Abt, der thailändischen Jugendlichen den Felsdurchbruch am Hellfire Pass zeigt. Kirsten Ruppel
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Abt Phrakru Satthisarasophit sensibilisiert die Jugendlichen für das Schreckliche, was vor 80 Jahren passiert ist. Hinter seinem Kloster verläuft ein stillgelegtes Stück der Todesbahn. Kirsten Ruppel
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Ein Lorenwagen aus dem Zweiten Weltkrieg, den Abt Phraku Satthisarasophit hinter seinem Kloster auf alten Gleisen neu aufgebaut hat. Kirsten Ruppel
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Das SWR-Team filmt am Hellfire Pass einen der Jugendlichen, der über das, was vor 80 Jahren in seiner Heimat geschehen ist, ein Lied geschrieben hat. Kirsten Ruppel
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Am Ende der heute noch befahrbaren Strecke der Todesbahn steht wieder eine alte Dampflok aus Kriegszeiten, von den Thais liebevoll als Denkmal dekoriert. Kirsten Ruppel
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Zurück im SWR bekommt der Film über die Todesbahn in Thailand nach dem Schnitt und der Farbkorrektur in der Tonmischung den letzten Schliff. Kirsten Ruppel
Erstmals publiziert am
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Autor/in
SWR