Rheinhessen Bawettchen

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Bawettchen
Mit diesem - leicht unscharfen - alten Bild vom „Bawettche“ beginnt alles.
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Eisenbahn-Romantik-Sprecher Jo Jung steht mit dem Foto in Mainz am Bahnsteig und wartet auf den Zug, der ihn in die Heimat vom Bawettchen bringen soll.
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In Mainz verkehren zahlreiche Züge von Vlexx, unter anderem fährt auch einer Richtung Bad Kreuznach.
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Ein Kamerateam vom SWR begleitet Jo Jung auf seiner Spurensuche. Wir sind gespannt, was er in Rheinhessen erleben wird.
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Glück mit dem Wetter: während der Dreharbeiten hatten wir meistens Sonne.
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In Neu-Bamberg besucht Jo Jung Freunde und Verwandte und fragt nach Fotos und persönlichen Geschichten vom Bawettchen.
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Den alten Bahndamm gibt es hier nur noch als Straßennamen. Das Kamerateam folgt Jo Jung und der den Schildern.
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Wir machen einen Abstecher zum Steinbruch bei Neu-Bamberg, wo das Bawettchen früher Material abholte und der Großvater von Jo Jung Betriebsleiter war.
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Steine in allen Größen: Hier wurde früher wohl auch Bahnschotter hergestellt.
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Der Bahnhof von Neu-Bamberg-Frei-Laubersheim ist heute in Privatbesitz. Filmen dürfen wir netterweise trotzdem.
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Die Schrift haben die Besitzer selbst restauriert. Das Bewusstsein, dass hier mal Bawettchen hielt, soll nicht verloren gehen.
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Auch in den ehemaligen Bahnhof in Badenheim dürfen wir einen Blick werfen. Dieser liebevoll sanierte Raum war mal die Wartehalle.
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Die alten Brücken zwischen Neu-Bamberg und Wöllstein sind eindrucksvolle Zeugnisse der Eisenbahn-Zeit. Über sie führt heute ein Wander- und Fahrradweg.
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Der Kameramann sucht nach besonderen Blickwinkeln, während Jo Jung mit fachkundiger Begleitung hin- und herspaziert.
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Von der Strecke ist nicht mehr viel zu sehen, vom Loktyp, der hier hauptsächlich unterwegs war, auch nicht. Dafür besitzen einige Eisenbahnfans der Gegend die preußische T 3 als Modell in ganz unterschiedlichen Größen.
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Hier bekommen wir einen Eindruck, wie es früher mal war: Steffen Eiser hat einem Wöllsteiner Modellbahner eine Anlage abgekauft und baut sie weiter aus.
Vor dem Bahnhof in Wöllstein hält die preußische T 3 als H0-Modell.
Vor dem Bahnhof in Wöllstein hält die preußische T 3 als H0-Modell.
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Früher wurde hier Kohle ausgeladen. Ein großer Wöllsteiner Ziegelhersteller brauchte sie für die Produktion.
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Extra für unsere Dreharbeiten hat Steffen Eiser die Anlage aus dem Keller geholt. Wir sind ihm sehr dankbar, so zumindest ein Mini-Bawettchen in Aktion erleben zu dürfen.
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Ein Stück größer, aber nicht in allen Details Bawettchen ähnlich: Frei-Laubersheim hat der Lok ein Denkmal gesetzt.
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Im Mai 2019 haben wir die Landjugend beim Aufstellen des Denkmals beobachtet.
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Es war eine engagierte und fröhliche Hauruckaktion an einem Sonntag.
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Glückliches Posing nach vollbrachter Arbeit und es gab verdienten Applaus.
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Noch ein Stück größer, aber Bawettchen auch nur ähnlich: die Dampflok von der Prignitzer Schmalspurbahn steht in einem privaten Garten in Wöllstein. Der Besitzer hat sie uns stolz gezeigt.
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In Sprendlingen traf früher Bawettchen auf die Rheinhessenbahn. Endlich ein Zug, der heute noch fährt!
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Von Sprendlingen folgen wir der Strecke ein Stück Richtung Worms.
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Weinberge wischen am Fenster vorbei. Sie reichen teilweise bis an die Gleise.
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So stellt man sich Rheinhessen vor: Reben, Sonne und bitte Zugverkehr!
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Abschließend besuchen wir in Armsheim das Alte Stellwerk. Der Himmel zieht sich zu. Gut, dass wir ohnehin innen drehen wollten!
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In der unteren Etage hängen die ehrenamtlichen Mitglieder eines Fördervereins alte Signale auf.
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In der oberen Etage diskutieren Eisenbahner mit Nicht-Spezialisten, wie sie die komplexe Technik in ihrem Museum vermitteln wollen.
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Es lohnt sich, hier ein Erlebnismuseum einzurichten: Das mechanische Stellwerk in Armsheim ist das einzige in Rheinhessen, das mit aller Technik erhalten ist.
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Zurück in Stuttgart: Ein halbes Jahr später entsteht im SWR aus dem Material von den Dreharbeiten ein Film.
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Der Cutter schneidet den Filmanfang mit Jo Jung im Bild, der auf Spurensuche geht.
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Dieselbe Filmsequenz vier Wochen später bei der Mischung durch den Toningenieur: erst nachdem die Originaltöne von den Dreharbeiten mit der Musik abgemischt sind, spricht Jo Jung den Text auf den Film.
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Mit diesem - leicht unscharfen - Schnappschuss durch die Scheibe des Tonstudios endet Jo Jungs letzte Sprachaufnahme im Sender. Ein besonderer Tag!
Erstmals publiziert am
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Autor/in
SWR