Energie, Mut, Unvoreingenommenheit und ein langer Atem – das zeichnet für Achim Reinhardt das REPORT-MAINZ-Team und die Abteilung Investigation und Recherche aus. Investigativer Journalismus heißt für ihn: Tiefer eintauchen, wo andere auf der Oberfläche surfen, dranbleiben an Themen, wenn andere wegschauen – und mutig kritische Fragen stellen, auch wenn es mal ungemütlich wird.
Seit Juni 2025 leitet Achim Reinhardt die Abteilung Investigation und Recherche des SWR und hat damit auch die Redaktionsleitung des ARD-Politikmagazins REPORT MAINZ übernommen. Zu seiner Abteilung gehören neben der REPORT MAINZ-Redaktion auch die Investigative Digital-Unit und die SWR-Recherche-Unit. Für ihn ist es ein journalistischer Traumjob: „Mein Herz schlägt für dieses starke Team und diese Art von Journalismus – recherchegetrieben, relevant, unvoreingenommen, kritisch – und mit attraktivem Storytelling für unser Publikum auf Streaming-Plattformen und Social Media, im Hörfunk und Fernsehen.“
Achim Reinhardt ist ein Journalist mit Leidenschaft für Politik, Investigation und Digitales. Offen für Neues – egal, ob es um investigative Recherchen oder um digitale Projekte geht. Neugierig auf die Welt, auf Politik, Gesellschaft und Menschen. Immer auf der Suche nach spannenden Geschichten und nach neuen Wegen, investigative Recherchen zu erzählen – auch für Streaming und Social. Er ist überzeugt: „Gerade in diesen journalistisch herausfordernden Zeiten sind tiefgründige Recherchen und unabhängiger Qualitätsjournalismus so wichtig wie noch nie.“
Das journalistische Handwerk lernte Achim Reinhardt von der Pike auf: Bereits während seines Studiums der Geschichtswissenschaft, Romanistik und Kulturanthropologie arbeitete er als freier Reporter für regionale und überregionale Zeitungen und hospitierte in öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern. Nach seinem Studienabschluss absolvierte er von 2003 bis 2005 ein Redaktionsvolontariat bei der Mainzer „Allgemeinen Zeitung“ (Verlagsgruppe Rhein Main). Anschließend wechselte er zum SWR nach Baden-Baden, wo er in den Jahren 2005 bis 2009 als Referent des Fernsehdirektors vorrangig mit Programmfragen der ARD und des SWR befasst war.
Von 2009 bis 2018 arbeitete Achim Reinhardt als Redakteur und Autor für REPORT MAINZ. Außerdem entwickelte und verantwortete er in diesem Zeitraum als CvD die Online- und Social-Media-Aktivitäten des ARD-Politikmagazins. Besonders große Aufmerksamkeit erzielten u.a. seine Recherchen zu Sicherheitslücken in Bundeswehr-Kasernen, zur Bespitzelung der Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller durch den Geheimdienst Securitate, zur Vetternwirtschaft im Bayerischen Landtag, zu verfassungswidriger Parteienfinanzierung, zur Verstrickung von Westkonzernen wie Ikea, Aldi und VW in DDR-Zwangsarbeit, zu fragwürdigen Auswüchsen auf dem Wohnungsmarkt sowie zu illegalen G36-Waffenlieferungen von „Heckler & Koch“ nach Mexiko.
Neben investigativen Magazinbeiträgen produzierte Achim Reinhardt immer wieder auch längere Dokumentationen für die ARD wie „Exclusiv im Ersten: Miete rauf, Mieter raus! Die fiesen Tricks der Spekulanten“ (2013, Co-Autor: Thomas Schneider), die ARD-Doku „Ausgebeutet für den Klassenfeind - wie DDR-Zwangsarbeiter für Westfirmen leiden mussten“ (2015, Co-Autorin: Claudia Butter), „Exclusiv im Ersten: Der Kampf um die Windräder – die Auswüchse der Boombranche“ (2016, Co-Autorin: Claudia Butter) oder „Exclusiv im Ersten: Mit Vollgas in den Verkehrskollaps – der Kampf um die Mobilität von morgen“ (2018, Co-Autor: Heiner Hoffmann).
Im Jahr 2018 wurde Achim Reinhardt Chef vom Dienst der SWR-Recherche-Unit, bevor er 2019 in die Chefredaktion wechselte. Als Redakteur mit besonderen Aufgaben betreute er hier zahlreiche Sondersendungen wie „ARD EXTRA“ und „BRENNPUNKT“ sowie redaktionelle Sonderprojekte wie ARD-Wahlsendungen und das TV-Duell zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Zugleich entwickelte er digitale Angebote wie den SWR DOKU-YouTube-Channel, Doku-Staffeln für ein junges, streamingaffines Publikum („SWR DOKU Next Generation“) oder das digitale Angebot „Du stimmst!“ zur Bundestagswahl für jüngere Zielgruppen in der ARD-Mediathek, auf YouTube und Instagram.
2021 kehrte Achim Reinhardt aus der Chefredaktion in den Investigativbereich zurück und baute die Investigative Digital-Unit auf, deren Redaktionsleitung er übernahm und bis 2025 innehatte. Hier arbeitete er an neuen, digitalen Formaten und verantwortete die junge Investigation des SWR auf Social Media und in der ARD-Mediathek, wie etwa das junge SWR-Investigativformat VOLLBILD sowie die Online- und Social Media-Auftritte von REPORT MAINZ. Außerdem entwickelte er gemeinsam mit anderen ARD-Sendern „ARD team.recherche“ als junge Investigativmarke der ARD auf Instagram, TikTok, YouTube, Facebook sowie als junges investigatives Doku-Format in der ARD Mediathek.
Für seine Recherchen zum „Fall Felbinger“ im Bayerischen Landtag wurde Achim Reinhardt 2016 für den Grimme-Preis nominiert (Co-Autorin: Claudia Butter). Sein Film „Krieg gegen Flüchtlinge“ (Co-Autor: Thomas Reutter) wurde 2011 beim Mediterranean Journalist Award der Anna-Lindh-Foundation als „außergewöhnliche journalistische Leistung“ geehrt. Für seine Berichterstattung über das Schicksal einer in der Sowjetunion verfolgten christlichen Gemeinde erhielt Achim Reinhardt 2005 den 1. Preis des Propst-Reinhard-Becker-Medienpreises der Evangelischen Kirche. Die Sondersendungen „ARD EXTRA – Die Corona-Lage“, von denen Achim Reinhardt gemeinsam mit Thomas Schneider 13 Sendungen für den SWR als Redakteur verantwortete, wurden 2020 mit den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Information“ ausgezeichnet.