Wie Horst Seehofer REPORT MAINZ Disziplin beibringen wollte
07.04.2026 : Hohes Interesse an investigativen Recherchen: Publikumserfolg trotz Champions League
REPORT MAINZ konnte trotz des parallel-stattfindenden Champions League-Viertelfinales zwischen Bayern-München und Real Madrid viele Zuschauer erreichen. Das Politikmagazin hat mit zwölf Prozent Marktanteil gezeigt, dass es ein sehr großes Interesse für selbstgesetzte investigative Recherchen gibt: von unhaltbaren Zuständen in deutschen Flüchtlingsheimen über Europas mangelnde Ambitionen trotz der aktuellen Weltlage, die Abhängigkeit Chinas bei seltenen Erden zu verringern bis zur Recherche über nicht-funktionierende Narkosen bei Kaiserschnitten. Insbesondere die Recherche rund um die Probleme bei Kaiserschnitten hat ein großes mediales Interesse hervorgerufen. Neben dem REPORT-Film und einer vielzitierten Pressemitteilung, gab es ein Stück für Brisant und einen prominent-platzierten Artikel auf der Startseite von tagesschau.de. Dort schaffte es der Artikel auf die Top Ten der meistgelesenen Artikel. Außerdem gab es nach Ausstrahlung mehr als 400 Zuschriften über Social Media und per Mail an die Redaktion. Darin berichten viele Frauen ebenfalls von einer nicht ausreichenden Betäubung bei Kaiserschnitten. Für den YouTube-Kanal von team.recherche haben die Autorinnen eine eigene zielgruppenspezifische Langversion der Recherche produziert.
24.02.2026 | Recherche zu Kinderarmut als Langfilm bei „ARD team.recherche“, als Kurzfassung im ARD-Politikmagazin
REPORT MAINZ treibt seine YouTube-first-Strategie weiter voran und veröffentlicht eine Recherche zum tabuisierten Thema Kinderarmut in einer knapp 19-minütigen On-Reportage auf dem YouTube-Kanal von „ARD team.recherche“ sowie als 13-minütigen Schwerpunkt in der linearen Sendung. Künftig sollen regelmäßig Stoffe für ein jüngeres Publikum, verbunden mit einem modernen Storytelling von YouTube her gedacht und entwickelt und in REPORT MAINZ in Kompaktform nachgespielt werden. Weiteres Recherche-Highlight der Sendung: Umstrittene Transporte in die Ostukraine – REPORT MAINZ deckte am vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs auf, wie unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe ein Netzwerk in Deutschland teilweise direkt das russische Militär unterstützt. Die exklusive News lief nicht nur bei tagesschau.de, sondern wurde breit aufgegriffen – von Deutschlandfunk bis zu den Popwellen.
27.01.2026 | Bundeswehrskandal Zweibrücken: Insider packen aus
Gemeinsam mit SWR Aktuell ist es REPORT MAINZ gelungen, erstmals zwei Insider über die Vorfälle in der Fallschirmjäger-Kaserne Zweibrücken zu interviewen. Ihre Aussagen über das Bild von Frauen in der Bundeswehr und weitere exklusive Details wie Fotos von umstrittenen Partys mündeten neben einem Stück für REPORT MAINZ auch in Filme für SWR Aktuell, in Nachrichtenminuten für den Hörfunk und weiteren News-Output. Viel Aufmerksamkeit erzielte auch die Recherche über eine zunehmende Bedrohung von ausländischen Dissidenten in Deutschland und eine mangelhafte Verfolgung der Täter waren über mehrere Stunden Aufmacher der Startseite von tagesschau.de. Mit diesem Thema war REPORT MAINZ auch sehr aktuell, denn einen Tag nach Sendung wurde eine Verschärfung des Strafrechts in diesem Bereich im Rechtsausschuss beschlossen und anschließend im Bundestag beraten.
09.12.2025 | Blackout und andere Katastrophen – Ist Deutschland vorbereitet?
Wie gut ist Deutschland auf Blackouts und andere Krisen vorbereitet? Um diese Frage zu beantworten, hatte REPORT MAINZ gleich mehrere Umfragen gestartet und damit massive Lücken in der deutschen Katastrophenvorsorge aufgedeckt. Zum einen wurden die mehr als 400 kreisfreien Städte und Landkreise in Kooperation mit dem SWR Data Lab befragt. Eine von REPORT MAINZ in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage bei Infratest Dimap unter privaten Haushalten zeigte, dass auch die Bürgerinnen und Bürger unzureichend auf Krisen und Katastrophenfälle vorbereitet sind. Eine dritte Umfrage bei allen Innenministerien der Länder ergab, dass diese zum großen Teil weiterhin keine Katastrophenfall-Mindeststandards als Vorgabe für die kommunale Ebene planen. Die Ergebnisse der Umfragen wurden bundesweit aufgegriffen. Unter anderem von AFP, NTV und dem Stern. Im Hörfunk wurde die Nachrichtenminute von dutzenden Wellen ARD-weit gesendet.
09.12.2025 | Humanitäre Hilfe gekürzt - Auswirkungen auf Flüchtlingskrise
Der Bürgerkrieg im Sudan erhöht den Migrationsdruck nach Europa. Auf Kreta kommen seit 2023 vermehrt Flüchtlinge an. Gleichzeitig haben Deutschland und andere wichtige Geldgeber die humanitäre Hilfe deutlich gekürzt, das sorgt für Kritik. In Kooperation mit dem SPIEGEL hat REPORT MAINZ eine aufwändige internationale Recherche mit Dreharbeiten in Griechenland, im Tschad, im Sudan und in Nordafrika realisiert und über die Auswirkungen der Kürzungen im Bundeshaushalt in der Humanitären Hilfe berichtet. Hier konnte das ARD-Politikmagazin zeigen, welche Konsequenzen es in Bezug auf Flüchtlingsbewegungen aus dem Sudan Richtung Europa haben könnte.
18.11.2025 | Deutsche Gewehre im Sudan - europäische Waffen für die Rebellen?
Im Sudan herrscht ein blutiger Bürgerkrieg zwischen der Armee und der RSF-Miliz. Beobachter werfen den Rebellen schwere Gräueltaten vor. REPORT MAINZ hat Bildmaterial ausgewertet, das laut Bildbeschreibung deutsche Waffen zeigen soll und laut Analyse im Sudan aufgenommen wurde. Zu finden sind auch Hinweise auf einen deutschen Autozulieferer. Eigentlich gilt seit 1994 ein EU-Waffenembargo gegen den Sudan. Die Recherche war Aufmacher-Artikel auf der Startseite von tagesschau.de und unter den Top Ten geklickten Beiträgen dort.
28.10.2025 | Tod nach Narkose - Wenn Ärzte pfuschen
Mangelnde Überwachung, fehlendes Personal - jedes Jahr sterben Patienten nach Vollnarkosen in deutschen Arztpraxen. Die Vorwürfe gegen Narkoseärzte sind schwerwiegend: Wurden Risiken bewusst in Kauf genommen? REPORT MAINZ trifft Angehörige von Todesopfern und fragt, warum trotz der Zunahme von ambulanten Operationen kaum Kontrollen stattfinden.
19.08.2025 | REPORT MAINZ-Recherche mit Wirkung: Glückliches Ende für Betroffene
Eine REPORT MAINZ-Recherche hat aufgedeckt, dass es auf Baustellen von öffentlichen Auftraggebern trotz geltenden Tariftreuegesetzen zur Ausbeutung kommt. Obwohl es den meisten Kommunen und Landkreisen möglich ist, Kontrollen durchzuführen, bleiben diese aus. Das Politikmagazin konnte u.a. im Fall von Florin Gheorghe nachweisen, dass Arbeiter nicht bezahlt werden. Der Rumäne hatte auf der Baustelle des kommunalen Krankenhauses in Lörrach gearbeitet und trotz mehrfacher Nachfrage weder einen Arbeitsvertrag noch seinen Lohn erhalten. Er hatte vergeblich Hilfe beim Zoll und der Polizei gesucht. Erst nach Ausstrahlen des Beitrages hat er nun Aussicht darauf, seinen Lohn doch noch zu erhalten. Bei REPORT MAINZ haben sich viele ZuschauerInnen gemeldet, die ihm spontan Geld überweisen möchten. Auch ein anonymes Schreiben mit Unterlagen, die genau belegen, wann und wie viele Tage er dort gearbeitet hatte, ging bei der Redaktion ein. Aufgrund der Berichterstattung und dieser Nachweise soll der Arbeiter und drei weitere betroffene Kollegen nun doch noch ihren Lohn erhalten.
13.05.2025 | Bundesweites mediales Echo für Recherche über Antragsstau in Sozialämtern für Pflegehilfe
Nach einer Umfrage von REPORT MAINZ brauchen Sozialämter Monate, in Extremfällen sogar Jahre, bis Anträge auf „Hilfe zur Pflege“ entschieden werden. Pflegebedürftigen droht deswegen der Verlust des Heimplatzes, weil Einrichtungen kein Geld bekommen. Die Pressemitteilung zum Thema haben dutzende Zeitungen, Nachrichtenportale (z.B. Fokus online) und andere Medienunternehmen (u.a. Deutschlandfunk) aufgegriffen. Außerdem gab es eine breite Distribution im eigenen Programm (Schwerpunkt im ARD-Mittagsmagazin, unter den Top Ten bei tagesschau.de, Hörfunk-Beiträge, Nachrichtenstücke, SWR Aktuell).
04.03.2025 | Ausreisepflichtige straffällige Asylbewerber
Eine Recherche zu ausreisepflichtigen straffälligen Asylbewerbern stößt auf großes Interesse. REPORT MAINZ hat mittels einer eigenen Umfrage unter allen kreisfreien Städten und Landkreisen versucht zu erheben, wie viele ausreisepflichtige straffällige Flüchtlinge es zurzeit in Deutschland gibt. Weder die Bundesregierung noch die Länder haben einen Überblick darüber und auch die kommunale Ebene kann keine genauen Angaben machen. Viele Kommunen gaben an, mit straffälligen ausreisepflichtigen Asylbewerbern überfordert zu sein. Die Pressemitteilung zu dieser Recherche wurde bundesweit von vielen Zeitungen und Nachrichtenportalen aufgegriffen. Außerdem hat REPORT die Tagesschau, die Hörfunk-Nachrichten und das ARD-Mittagsmagazin mit eigenen Auskoppelungen beliefert.
17.12.2024 | Ausgeliefert - Die Macht der Chefärzte
Medizinische Fehler, körperliche Übergriffe, Verleumdungen: für Chefärzte bleibt ein solches Verhalten oft ohne Konsequenzen. Ärztinnen, die Missstände in Kliniken anprangern, werden systematisch aus dem Job gemobbt oder bedroht. Dies zeigen Recherchen von REPORT MAINZ in einer eindrücklichen Dokumentation. Autorin Claudia Kaffanke und Presenterin Nadia Kailouli haben Frauen getroffen, die dieses System nicht länger hinnehmen wollen.
14.05.2024 | Dokumentation über rechte Burschenschaften und AfD
In einer aufwendigen, monatelangen Recherche ist es REPORT MAINZ in dem 30-minütigen Feature gelungen, ein bislang unbekanntes bundesweites Netzwerk zwischen zahlreichen AfD-Politikern und rechten Burschenschaftern aufzuzeigen. Bundesweit sorgte die Recherche für Schlagzeilen.
13.2.2024 | Große Resonanz auf Recherchen rund um Ausbeutung im Glasfaserausbau
Es war eine aufwändige Recherche, die Erschreckendes zutage fördert: Arbeiter im Glasfaserausbau werden häufig um ihren Lohn gebracht, müssen mitten in Deutschland hungern. Ein System von Sub-Subunternehmen begünstigt Missbrauch und Ausbeutung. Diese exklusive Recherche, die bis nach Osteuropa reichte, hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. Dutzende Zeitungen und Nachrichtenportale haben sie aufgegriffen. Außerdem meldeten sich bei der Redaktion mehrere Kommunen, die Missständen in ihrem Bereich nachgehen möchten sowie der Zoll und weitere Behörden.
21.11.2023 | „Krieg in Nahost – Deutschland in Unruhe“ REPORT MAINZ und SWR-Recherche-Unit berichten brandaktuell in Kurzdoku
Drei Wochen nach dem 7. Oktober gehen die Reporterinnen und Reporter der Frage nach, wie sich der Nahostkonflikt auf das politische Klima, auf jüdisches Leben und auf Muslime in Deutschland auswirkt. Das Ergebnis: Eine 17minütige Dokumentation, die anhand exklusiver Beispiele zeigt, wie sich Stimmung zuspitzt: Juden, die der Polizei nicht mehr trauen, setzen auf Sicherheitsdienste, Palästinenser sorgen sich um ihre Familien in Gaza, Islamisten heizen die Stimmung an und feinden differenzierte arabische Stimmen an. Unter erheblichem Zeitdruck produzieren die Kolleg*innen die Doku vorab auch exklusiv für die Mediathek. Die Meldung, dass dem BKA zu diesem Zeitpunkt bereits 2.000 antisemitische Straftaten im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt vorliegen, wird von zahlreichen Medien aufgegriffen.
04.10.2022 | Investigatives REPORT MAINZ-Waffen-Feature
Mit der investigativen Doku „Waffen für alle - Neuer Lifestyle in Deutschland?“ stößt REPORT MAINZ auf breites Interesse. Die Autoren David Meiländer und Philipp Reichert haben für den Film ein Jahr lang in der Waffenszene recherchiert. Ihr Film zeigt, wie einfach jedermann in Deutschland sogar mit kriegsähnlichen Waffen schießen kann. Möglich macht es das deutsche Waffenrecht, das eigentlich als eines der strengsten der Welt gilt. Doch die Realität sieht anders aus. Sowohl für das SWR-Fernsehen, die ARD als auch für mehrere Hörfunkwellen gab es diverse Auskoppelungen der Recherchen. Darüber hinaus ist die REPORT MAINZ-Pressemitteilung über mangelnde Kontrollen von Waffenbesitzern bundesweit von unterschiedlichen Zeitungen und News-Portalen aufgegriffen worden. Aus der Recherche entsteht später zudem eine VOLLBILD-Doku.
08.03.2022 | REPORT MAINZ-Recherchen "Spuren des Ukraine-Kriegs in Deutschland"
Die monothematische REPORT MAINZ-Sendung zum "Krieg in der Ukraine und die Folgen für die russischsprachige Community in Deutschland" ist mit einer Quote von 15,5 Prozent und mehr als 3,2 Mio Zuschauer auf ein großes Echo gestoßen. Bei den 14- bis 49-Jährigen erreichte die Sendung 10,1 Prozent. So einen zweistelligen Wert in dieser Altersgruppe gab es noch nie. In dem 16-minütigen Film, in dem der Kollege Alexander Moskovic spannende Einblicke über die Zerrissenheit der russischsprachigen Gemeinschaft gezeigt hat, war auch eine Recherche zu Übergriffen gegen die russischsprachige Community enthalten. Die Pressemitteilung wurde von 80 Nachrichtenportalen und Zeitungen aufgegriffen, außerdem gab es Kollegen-Gespräche in den ARD-Hörfunkwellen.
01.02.2022 | Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal – Betroffene warten noch immer auf finanzielle Hilfe
Knapp sieben Monate nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und NRW kann ein Großteil der Spenden weiterhin nicht ausgezahlt werden, wie REPORT MAINZ-Recherchen zeigen. Das liegt unter anderem am deutschen Spendenrecht und an bürokratischen Hürden. Dafür wird Geld für ein fragwürdiges Projekt ausgegeben. Am 17. Mai 2022 sendet REPORT MAINZ die Reportage „Angst nach der Ahrflut - Neue Fehler beim Wiederaufbau?“. Diese 30-minütige Dokumentation vertiefte die Recherchen zum Wiederaufbau nach der Ahrflut. Die Doku war im linearen Programm bei einem Marktanteil von 13,5 Prozent bei 2,95 Millionen Zuschauern ein großer Erfolg und holte die Zuschauer in ihrer Lebenswirklichkeit ab.
20.04.2021 | Gefälschte deutsche Impfpässe - Corona-Impfung nur auf dem Papier
Im Messenger-Dienst Telegram werden Fälschungen von deutschen Impfpässen mit eingetragener Covid-19 Impfung verkauft. Dieser Schwarzmarkt ist vor allem für Querdenker und Corona-Leugner attraktiv. Mit diesen gefälschten Impfzertifikaten können sich Personen als Geimpfte ausgeben, auch wenn sie es gar nicht sind. Diese Recherche ist auf sehr großes Interesse gestoßen. REPORT MAINZ war mit dieser Recherche Aufmacher in der Tagesschau um 17 Uhr und um 20 Uhr. Bundesweit haben außerdem alle wichtigen Zeitungen und Newsportale wie SPIEGEL, ZEIT und FAZ darüber berichtet. Auch international wurden die REPORT MAINZ-Ergebnisse aufgegriffen, unter anderem von El Pais, Le Monde und der New York Times. Aus ganz Deutschland haben sich darüber hinaus Impfzentren und Polizeidienststellen gemeldet, um sich zu informieren, wie sie Fälschungen schneller und besser erkennen können.
27.10.2020 | REPORT MAINZ berichtet über schwerwiegende Vorwürfe gegen Frontex und wie die EU-Agentur in so genannte Pushbacks verwickelt ist.
Die REPORT MAINZ-Recherche, die zusammen mit Kooperationspartnern u.a. „SPIEGEL“ und „Lighthouse Reports“ erstellt wurde, machte in ganz Europa Schlagzeilen. Von Guardian über Le Monde bis El Pais. Auch in Deutschland haben fast alle großen Medien über die Recherchen berichtet (ZEIT, FAZ, Welt, taz, etc.). Auf Druck der EU-Kommission musste Frontex eine Sondersitzung des Aufsichtsrates zu unseren Recherchen einberufen und eine Untersuchung der Vorwürfe einleiten. Auch die EU-Ombudsstelle ermittelt nun bezüglich fehlender Menschenrechts-Schutzmechanismen gegen Frontex.
03.12.2019 | Erniedrigung statt Erholung – wie Kinder in Kurheimen systematisch gequält und traumatisiert wurden.
Millionen Kinder wurden zwischen 1950 und 1990 in „Erholungskuren“ geschickt. Recherchen von REPORT MAINZ zeigen, dass viele dort systematisch gequält und misshandelt wurden. REPORT MAINZ hat im September 2019 erstmals darüber berichtet. Danach hat die Redaktion 1000 Erfahrungsberichte ehemaliger Kurkinder systematisch ausgewertet. Es ist die erste empirische Untersuchung zu den Misshandlungen während der Erholungskuren. Die Recherche mündete in eine Doku, die am 10.08.2020 ausgestrahlt wurde und ebenfalls für großes Aufsehen sorgte.
SPIEGEL, Focus, tagesschau.de, mehrere Fernseh- und Radioprogramme der ARD sowie Regionalzeitungen greifen das Thema auf. Die Sozialminister der Länder vereinbaren, sich mit den Misshandlungen während der Kuren zu befassen. Auch Betreiber ehemaliger Kurheime und deren Nachfolgeorganisationen, etwa die Diakonie, versprechen gegenüber REPORT MAINZ Aufklärung.
09.04.2019 | Dubiose Geldflüsse – eine Chronologie des AfD-Spendenskandals
2016 wurde AfD-Chef Jörg Meuthen mit knapp 90.000 Euro im baden-württembergischen Landtagswahlkampf unterstützt. Woher kommt dieses Geld? Zunächst war von einem „Freundschaftsdienst“ der Schweizer PR-Firma „Goal AG“ die Rede. Dann präsentierte die AfD dem Bundestag eine Liste mit zehn angeblichen Einzelspendern. Doch aufwändige Recherchen von REPORT MAINZ, SWR Recherche-Unit und SPIEGEL zeigen: Hinter den Einzelspendern stecken Strohleute, die nur ihre Namen zur Verfügung gestellt haben.
Die Recherche von REPORT MAINZ, SWR-Recherche-Unit und SPIEGEL sorgte monatelang für ein großes Medienecho. Aus Aktualitätsgründen wurden am 21.02., 22.03., 04.04., 12.04. und 19.04.2019 jeweils gemeinsame Pressemitteilungen zu diesem Thema veröffentlicht, die bundesweit für großes Aufsehen sorgten. Somit war REPORT MAINZ auch außerhalb der Regelsendung prominent im Gespräch. Neben FAZ, SPIEGEL, Stern, Süddeutscher Zeitung und Berliner Zeitung zitierten mehr als hundert weitere deutsche Medien die Recherche von REPORT MAINZ und SPIEGEL. Auch im eigenen System war die Recherche sehr gefragt. Produziert wurden Berichte für Tagesschau und Tagesthemen, sowie diverse Hörfunkberichte und ARD-Sammelangebote. Nahezu alle Rundfunkanstalten griffen die Recherche in ihren aktuellen Programmen auf. Frontal 21 spielte sie Ende November noch einmal nach.
19.09.2017 | Freundin des Diktators: Eine CDU-Bundestagsabgeordnete profitierte von Geld aus Aserbaidschan
„Frau Strenz ist eine der leidenschaftlichsten Aserbaidschan-Anhängerinnen, die wirklich null Kritik gegenüber dem Regime erkennen lässt.“, sagt der SPD-Abgeordnete Frank Schwabe, der mit Karin Strenz im Europarat sitzt und sie in zahlreichen internen Sitzungen erlebt hat. Der Europarat soll eigentlich die Einhaltung der Menschenrechte in Ländern wie Aserbaidschan überwachen. Die Bundestagsabgeordnete Strenz wurde dorthin von der CDU entsandt. Doch schon länger gibt es Berichte über die so genannte „Kaviardiplomatie“ – Aserbaidschan versucht mutmaßlich mit Zahlungen und Gefälligkeiten Abgeordnete gefügig zu machen. Auch Karin Strenz? REPORT MAINZ verfolgt die Spur des Geldes und legt Zahlungen aus Aserbaidschan offen, von denen Karin Strenz profitiert hat.
09.08.2017 | Abschiebung von Flüchtlingen: Neue Belastungen für Italien und Griechenland
Das so genannte Dublin-System ist schnell erklärt: Flüchtlinge müssen dort Asyl beantragen, wo sie zuerst die EU betreten haben. In vielen Fällen also Italien und Griechenland. Reisen die Flüchtlinge einfach weiter, können sie in diese Länder zurückgeführt werden. Und davon macht die Bundesregierung immer häufiger Gebrauch: Allein im ersten Halbjahr 2017 wurden mehr Flüchtlinge nach Italien abgeschoben als im gesamten Vorjahr. Nun hat der griechische Migrationsminister Ioannis Mouzalas im Interview mit REPORT MAINZ bestätigt: Auch Griechenland hat vor kurzem die ersten Dublin-Abschiebungen aus Deutschland genehmigt. Bislang waren solche Rückführungen aufgrund der schlechten Situation vor Ort seit 2011 ausgesetzt. Es handele sich noch „um wenige Fälle“, einen „symbolischen Akt guten Willens“. Denn der Druck aus Deutschland und anderen EU-Ländern ist hoch: Dublin soll unbedingt wieder funktionieren.
Ein Stück investigativer Journalismus, das es sowohl in die Tagesschau um 20 Uhr als auch in die Tagesthemen geschafft hat. Darüber hinaus bestimmte es das Tagesgeschehen weit über den SWR Hörfunk hinaus. Neben Bild, FAZ und Süddeutscher Zeitung berichteten auch unzählige Zeitungen über diese Recherche.
04.04.2017 Geschlagene Dickhäuter: Im Hannoveraner Zoo werden Elefantenkinder malträtiert
Die Jungtiere sind die Stars im Elefantengehege im Zoo Hannover. Im Mai 2016 präsentieren die Pfleger den Besuchern eine Elefantenshow ähnlich wie im Zirkus. Diese Kunststücke üben Tierpfleger mit ungewöhnlichen Mitteln. Heimlich gedrehte Aufnahmen der Tierschutzorganisation PETA e.V. zeigen, wie ein Pfleger einem Elefantenkalb mit Wucht auf den Kopf schlägt. Ein anderer zieht einen dreijährigen Bullen mit dem Elefantenhaken ruckartig nach oben und schlägt ihm auf den Kopf. Das Tier schreit auf. Tierschützer kritisieren diese Art der Elefantendressur scharf. Der Zoo weist die Vorwürfe zurück, erklärt die Übungen seien nötig zur Durchführung medizinischer Untersuchungen.
REPORT MAINZ erreicht mit einem Facebook-Video erstmals mehr Menschen als mit der TV-Sendung. 5,8 Millionen Aufrufe, 6,7 Millionen erreichte User. Mehr als 6.000 Nutzer kommentierten aktiv den Post. Aber nicht nur auf Facebook stieß das Thema auf außerordentlich hohes Interesse. Auch Printmedien und ihre Online-Ausgaben berichteten breit und zum Teil mehrfach.
01.08.2016 | Der Kampf um die Windräder – Auswüchse einer Boombranche
Die Windkraft ist eines der emotionalsten Streitthemen unserer Zeit: Für die einen bedeutet Windkraft saubere Energie, die Atomkraft und Kohle ersetzen und unser Klima retten soll, für die anderen steht sie für die rücksichtslose Zerstörung von Naturlandschaften und für Profite Einzelner auf Kosten der Allgemeinheit. Exklusive Recherchen zeigen Auswüchse der Boombranche und legen offen, wie die mächtige Windkraftlobby Einfluss nimmt. Das Thema wird von Nachrichtenagenturen und Zeitungen breit aufgegriffen, auch Fernsehen und Hörfunk berichten. Das Thema wird auf Social Media heiß diskutiert.
03.11.2015 | Die Affäre Felbinger
Die schärfsten Regeln Deutschlands und vollständige Transparenz - das hat die Präsidentin des Bayerischen Landtags nach der Verwandtenaffäre versprochen. Doch gegenüber REPORT MAINZ erheben Insider schwere Vorwürfe gegen den Landtagsabgeordneten Günther Felbinger: Er habe mit Scheinverträgen Geld aus dem Mitarbeiterbudget veruntreut, um es in die eigene Tasche zu stecken. Die „Affäre Felbinger“ hat weitreichende Folgen: Felbinger zeigt sich am Sendetag selbst an und überweist 65.000 Euro an die Staatskasse. Doch damit ist der Fall nicht abgehakt: Gegen Günther Felbinger ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft. Die Recherche wird für den Grimme-Preis nominiert.
14.10.2014 | Mit Fußfessel in den Dschihad
Der 24-jährige Islamist war den Behörden bekannt: Er war wegen Beteiligung an einem tätlichen Angriff auf ein Kamerateam von REPORT MAINZ angeklagt. Außerdem bewegte er sich in einer Gruppe junger Muslime, die nach Syrien zum Kämpfen wollte. REPORT MAINZ deckt auf, dass er, obwohl er eine elektrische Fußfessel trug, entkommen konnte und heute wahrscheinlich in Syrien kämpft. Politiker sprechen von einem „Alptraum“ und fordern lückenlose Aufklärung.
14.07.2014 | Erschlagene Ferkel
Es sind schockierende Bilder. Gerade geborene Ferkel werden scheinbar im Vorbeigehen reihenweise getötet - entweder auf den Boden oder gegen die Stallkante geschlagen. Die investigative Reportage zeigt einen schonungslosen Blick in den Alltag von deutschen Ferkelzuchtbetrieben. Die Reportage wird mit dem Fernsehpreis der Deutschen Akademie für Fernsehen ausgezeichnet. Der Film sei „investigativ im besten Sinne!“ Die Recherchen von REPORT MAINZ tragen dazu bei, dass einem der größten Ferkelzüchter die Tierhaltung verboten wird.
14.01.2014 | Ausgebeutet für den Klassenfeind
REPORT MAINZ deckt auf, dass mehr westdeutsche Firmen als bisher bekannt von der Zwangsarbeit politischer Häftlinge in der DDR profitiert haben. In ihrem verzweifelten Versuch, Devisen zu erlangen, hat die marode DDR Mitte der 80er Jahre sogar Häftlinge zu Blutspenden gezwungen, um das Blut gewinn-bringend in den Westen zu verkaufen. Der Bericht markiert den Beginn einer Recherche über das System der Zwangsarbeit der DDR. Mehrere Beiträge und eine aufsehenerregende 45-minütige Dokumentation im Ersten lösen ein gewaltiges Medienecho aus.
30.4.2013 | Vetternwirtschaft im Landtag: Wie Abgeordnete ihre Verwandten auf Staatskosten versorgen
Die Ehefrau als Sekretärin, der Bruder als Computerfachmann, der Schwager als Büroleiter – jahrzehntelang haben bayerische Landtagsabgeordnete ihre Verwandten auf Staatskosten versorgt. Bis auf Brandenburg ist das in allen Ländern und auch im Bund verboten. Doch das Bayerische Abgeordnetengesetz hat es möglich gemacht: Jobs für Ehefrauen und Kinder sind zwar seit 13 Jahren eigentlich verboten. Doch für bestehende Verträge gab es eine Ausnahme. Für die Opposition ein gefundenes Fressen, denn zunächst sind aus-schließlich CSU-Politiker betroffen. Doch Recherchen von REPORT MAINZ zeigen: das Ausmaß der Vetternwirtschaft in Bayern ist größer als weithin bekannt. Es gibt es auch Fälle in den Reihen der Opposition. Die Verwandtenaffäre wird nach diesem Bericht noch monatelang die Schlagzeilen beherrschen. Die konkreten Recherchen von REPORT MAINZ werden in etlichen, bundesweit erscheinenden Zeitungen zitiert. Außerdem wird die Recherche auch von allen SWR- Hörfunkprogrammen aufgegriffen und vor allem in den Nachrichten breit gespielt.
13.11.2012 | Der Fall Mollath
Gustl Mollath würde vermutlich heute noch als angeblich Wahnsinniger in der Psychiatrie sitzen, hätte REPORT MAINZ nicht seit 2011 seinen Fall akribisch recherchiert. Mollath hatte seine damalige Frau angezeigt und ein Schwarzgeldsystem bei der Hypo-Vereinsbank angeprangert und wurde als verrückt weggesperrt. REPORT MAINZ deckt immer wieder Ungereimtheiten in dem Fall auf. Bayerns Justizministerin Beate Merk gerät massiv unter Druck. Schließlich wird das Verfahren wieder aufgenommen und Mollath kommt frei. Das Medienecho ist enorm: Allein die Presseschau ist 115 Seiten stark. Die Dokumentation über Mollath wird mit dem ersten Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen ausgezeichnet.
01.11.2011 | Deutscher Atommüll auf dem Meeresgrund
Es war eine Idee der Bundesregierung und ein gut gehutetes Geheimnis: Bis 1982 versenkten Deutschland und andere Staaten radioaktive Abfälle im Nordostatlantik. Die verantwortlichen Regierungen gingen davon aus, dass der Atommüll damit „beseitigt“ sei. Doch Meeresbiologen haben herausgefunden, dass freigesetzte Isotope über die Nahrungskette in Fischfang-zonen gelangen können. Nach der Ausstrahlung des Beitrages kündigt Bundesumweltminister Norbert Röttgen an, sich dafür einzusetzen, dass künftig, die Radioaktivität in den Versenkungs-gebieten gemessen werden soll.
13.12.2010 | G36 illegal in Mexico
REPORT MAINZ zeigt Bilder von Mexikanischen Polizeieinheiten, die mit dem Sturmgewehr G36 von Heckler & Koch ausgerüstet sind - in Unruheprovinzen, in die das Gewehr nie hätte geliefert werden dürfen. Die Recherche hat weitreichende Konsequenzen für den Waffenhersteller. Fünf Jahre später sind mehrere Verantwortliche des Waffenherstellers angeklagt. Die Recherche führte auch zu dem hochkarätig besetzten Spielfilm „Meister des Todes“ und einem aufsehenerregenden Themenabend im Ersten.
09.08.2010 | Die Affäre Grotelüschen
Recherchen von REPORT MAINZ bringen die Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen in Bedrängnis: Ausgerechnet in einer Putenmastanlage, zu der sie selbst enge Geschäftsbeziehungen unterhält, herrschen schlimme Zustände. Aufnahmen der Tierrechtsorganisation Peta zeigen Bilder von verletzten und sterbenden Tieren. Die Enthüllungen sorgen im ganzen Bundesgebiet für erheblichen Wirbel und beschädigen die Glaubwürdigkeit der Ministerin. Wenig später tritt sie zurück.
22.03.2010 | Sexueller Missbrauch: Wie glaubwürdig ist Erzbischof Zollitsch als Aufklärer?
Erzbischof Robert Zollitsch gibt sich in der Öffentlichkeit als rückhaltloser Aufklärer von Fällen sexuellen Missbrauchs in der Kirche. Die Recherchen von REPORT MAINZ zeigen ein anderes Bild: Als im Bistum Freiburg 1991 ruchbar wurde, dass ein Pfarrer sich jahrelang an Messdienern verging, versetzte Zollitsch ihn nur in den Ruhestand. Die Staatsanwaltschaft wurde nicht eingeschaltet - mit fatalen Folgen: Obwohl dem Pfarrer der Umgang mit Kindern verboten war, verging er sich weiter an Messdienern. Der vertuschte Missbrauchsfall bringt Zollitsch in erhebliche Erklärungsnot.
11.01.2010 | Tierquälerei bei Wiesenhof
Misshandelte Tiere, kranke Tiere, die auf grausame Weise getötet werden. Aufnahmen aus einer Wiesenhof-Elterntierfarm dokumentieren schockierende Tierschutzverletzungen. Die Recherche von REPORT MAINZ bringt Deutschlands größten Geflügelproduzenten in Erklärungsnöte. Wochenlang wird über Vorfälle berichtet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. REPORT MAINZ bleibt an dem Thema dran, berichtet immer wieder. Der Film »Das System Wiesenhof« deckt auf, wie das angebliche Vorzeigeunternehmen Tiere, Menschen und die Umwelt ausbeutet. Der Imageschaden für Wiesenhof ist enorm.
24.08.2009 | Ackermanns Geburtstagsparty bei der Kanzlerin
Eine Geburtstagsparty mit Folgen: Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, erzählt genüsslich im Interview, dass er 30 Freunde seiner Wahl ins Kanzleramt einladen durfte. Auf Kosten der Steuerzahler, wie REPORT MAINZ aufdeckt. Der Beitrag löst ein enormes Echo in Politik und Medien aus und ist tagelang Thema im Bundestagswahlkampf, auch in der ausländischen Presse. Selbst im Fernsehduell muss sich Angela Merkel zum umstrittenen Abendessen äußern.
26.02.2007 | Christian Klars Grusswort aus dem Knast
RAF-Terrorist Christian Klar hofft auf Hafterleichterung und Begnadigung. Doch wie steht er tatsächlich zum revolutionären Kampf? REPORT MAINZ veröffentlicht ein Grußwort des Terroristen aus dem Gefängnis, das bislang nur einem kleinen Teil der linken Szene bekannt war. Diese Worte bringen Klar in Bedrängnis. Wochenlang wird in Politik und Medien gestritten, ob Klar auf freien Fuß kommen soll. Schließlich wird sein Gnadengesuch abgelehnt.
18.07.2005 | Umverpacktes Gammelflleisch
2005 enthüllt REPORT MAINZ erstmals, wie im Schlachthof des Lebensmittelkonzerns Stöver abgelaufenes vergammeltes Fleisch umverpackt und wieder in Verkehr gebracht wird. Es ist der erste Bericht einer ganzen Reihe von Ekelfleischskandalen, die REPORT MAINZ aufdeckt und die Schlagzeilen machen. Von Schlachtabfällen über Pferdefleisch bis zu verschimmelten Schweineköpfen, die verwurstet werden bringt REPORT MAINZ die Fleischindustrie immer wieder in Erklärungsnöte.
05.07.2004 | Kinder im Foltergefängnis von Abu Ghraib
Ein ehemaliger US-Soldat bricht erstmals gegenüber REPORT MAINZ sein Schweigen. Er selbst war im berüchtigten Foltergefängnis Abu Ghraib im Irak eingesetzt und hat als Augenzeuge miterlebt, wie US-Soldaten Minderjährige und Kinder misshandelten. Selbst amerikanische Zeitungen zitieren REPORT MAINZ Die Recherche wird mit dem renommierten Marler Fernsehpreis für Menschenrechte ausgezeichnet.
01.03.1999 | Die Rauball-Affäre
Reinhard Rauball ist seit wenigen Stunden Justizminister von Nordrhein-Westfalen, als REPORT MAINZ aufdeckt, dass er als Aufsichtsratsmitglied der Firma Eurogas in windige Anlagegeschäfte verwickelt war. Wolfgang Clements Hoffnungsträger aus der Wirtschaft tritt eine Woche danach zurück.
02.06.1997| Colonia Dignidad
„Colonia Dignidad“ - damit verbunden ist bis heute das menschenverachtende Regime einer deutschen Sekte in Chile. Was heute über die Verbrechen, die sich hinter den Mauern der Kolonie abspielten, bekannt ist, ist zu einem großen Teil REPORT zu verdanken. Immer wieder berichtete REPORT über die Machenschaften des Sektenführers Paul Schäfer, interviewte exklusiv Wegegefährten Schäfers und Opfer, die ihm entkommen waren.
04.10.1993 | Franz Josef Strauss und Eduard Zwick
REPORT deckt auf, wie eng die Verflechtungen zwischen dem Münchener Arzt und „Bäderkönig“ Eduard Zwick und den Spitzen der CSU waren. Zwick hatte den bayerischen Fiskus um Millionen betrogen, doch Franz-Josef Strauß und seine Freunde standen ihm mit Rat und Tat zur Seite. Die Recherchen von REPORT werden später vor Gericht als Beweismaterial verwertet.
22.03.1983 | Ziviler Ungehorsam gegen Atomraketen
In den Kinos läuft der Film »Ghandi«, Auf den Straßen demonstrieren die Menschen gegen den Nato-Doppelbeschluss und die atomare Nachrüstung. Der Beitrag Gewaltloser Widerstand« fragt, ob Ghandis Theorie vom gewaltlosen Widerstand auf die Friedensbewegung übertragbar sei, wie weit ziviler Ungehorsam gehen darf. Der Bericht sorgt für eine heftige Kontroverse innerhalb und außerhalb des SWF.
28.12.1982 | Blutige Robben in Kanada
Es sind erschütternde Bilder, die REPORT 1982 zeigt Babyrobben, die brutal erschlagen werden, Blutspuren im ewigen Eis. Der Bericht löst eine Welle der Empörung aus. Brigitte Bardot setzt sich für ein Ende der Robbenjagd ein.
12.08.1980 | Cap Anamur und die Vietnamesische Flüchtlingskrise
Eine Million Flüchtlinge, die sich unter Lebensgefahr auf den Weg machen, das rüttelte Deutschland bereits vor 35 Jahren auf. REPORT berichtet über die Arbeit des Schiffes Cap Anamur, das im südchinesischen Meer vietnamesische Flüchtlinge rettet. Bereits im Vorfeld, 1979 und 1980, erscheinen mehrere Beiträge über das Elend der Vietnam-Flüchtlinge. Diese Berichte entfesseln eine Welle der Hilfsbereitschaft und die Debatte über politisches Asyl.
11.12.1979 | Die Verbrechen der Deutschen Wehrmacht
REPORT bricht ein Tabu: Galt bisher die Wehrmacht im Gegensatz zur SS als „saubere“ Armee, berichtet REPORT erstmals über die Verbrechen der deutschen Wehrmacht. Bis dahin völlig unbekannte Dokumente legen vor allem die Grausamkeit gegenüber sowjetischen Kriegsgefangenen offen. Mehr als drei Millionen starben in Lagern. REPORT entlarvt den Mythos der Wehrmacht als Hort soldatischer Tugend.
31.05.1968 | Der Contergan-Prozess
Etwa 7.000 Kinder mit schweren Missbildungen an Armen und Beinen, Augen und Ohren, inneren Organen und Genitalien kommen um 1960 auf die Welt. Viele sterben bald nach der Geburt. Ursache der Behinderungen ist das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan, das 1957 in den Handel gekommen war. REPORT sendet den ersten aktuellen Bericht vom Contergan-Prozess in Aachen, der bis 1970 dauerte.
06.05.1968 | Das Attentat auf Rudi Dutschke
Studenten lehnen sich gegen die Große Koalition in Bonn auf. Am 11. April 1968 schießt ein 23-jähriger Arbeiter den Studenten-führer Rudi Dutschke nieder und verletzt ihn lebensgefährlich. Das Attentat löste weltweites Aufsehen mit einer Welle von Protesten aus. REPORT berichtete - damals beispielhaft - aktuell und ausführlich über die Ereignisse und widmet ihnen eine ganze Sendung
17.03.1967 | Günther Gaus im Gespräch mt Helmut Kohl
Günter Gaus, Moderator von REPORT und zugleich der „bekannteste Hinterkopf der Republik“, interviewt Helmut Kohl, der 1967 CDU-Landesvorsitzender von Rheinland-Pfalz war. Gaus befragt den „jungen Wilden“ aus der Pfalz zur Großen Koalition und zu einer möglichen Anerkennung der DDR. REPORT lotet erste Schritte für eine neue Deutschlandpolitik aus.
25.04.1966 | Die erste REPORT Baden-Baden Sendung - Zweierlei Deutschland
Die erste Ausgabe von REPORT Baden-Baden beschäftigt sich mit der deutschen Teilung und gibt bisher ungesehene Einblicke in das Alltagsleben der DDR. Ohne ideologische Scheuklappen sucht Wolf Littmann nach Geschichten jenseits von Fahnen und Parteisymbolen, dreht in Schulen, Fabriken und Hörsälen. Sein nüchternes Fazit: Der Lebensrhythmus in der DDR entspricht Deutschland im Jahr 1928.