Upcycling vom Feinsten: Wie Marius aus den alten Möbeln seiner Oma neue baut

Als eine Wohnung im Haus seiner Oma frei wird, greift Marius zu: In Upcycling-Manier baut er sich dort aus den alten Möbeln seiner Oma ein neues, ganz individuelles Zuhause.

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Von Autor/in Tina Bonin

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Aus alten Möbeln entsteht manchmal komplett Neues

Für Marius gibt es keine alten Sachen und keinen Schrott, Upcycling ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. Viele alte Möbel von Oma und Opa nutzt er weiter, funktioniert sie um oder baut durch Upcycling ganz neue Design-Objekte daraus. Möbel zu entwerfen und zu bauen, fällt ihm nicht schwer, denn er ist gelernter Metallbauer, studierter Bauingenieur und hat zudem noch einen Master in „Nachhaltigem Bauen“.

Outdoor-Schlafzimmer für laue Sommernächte

Eines seiner liebsten Upcycling-Projekte im Haus seiner Oma ist sein Outdoor-Schlafzimmer: Dafür hat er aus altem Holz und Metall eine Lounge geschweißt, die perfekt auf den grün bewachsenen Balkon des Hauses passt. Sein absoluter Lieblingsplatz im Sommer. Dann genießt er es, im grünen Lahntal draußen zu schlafen und vom Vogelgezwitscher geweckt zu werden.

Kreativer Möbelbau

Neben der Outdoor-Lounge hat Marius noch viele weitere Möbel in seiner Wohnung selbst entworfen, geschweißt oder mit Holz gebaut. Dabei verwendet er oft alte Möbelteile oder gebrauchte Baumaterialien und schweißt Metallfüße oder Metallgestelle dran. Mit dieser Art des Upcyclings sind schon diverse Regale, Leuchten, Sideboards und Vitrinen entstanden.

Alte Baumaterialien wiederverwendet

Außerdem nutzt Marius zum Renovieren auch gerne Baumaterialien, die er gebraucht kauft oder geschenkt bekommt. Das Parkett und den Korkboden in seiner Wohnung hat er beispielsweise aus zweiter Hand bekommen und weiterverarbeitet. Auch Marius‘ Küche ist aus einzelnen gebrauchten Elementen zusammengebaut. Mit einer schicken Echtholz-Arbeitsplatte wirkt die Secondhand-Küchenzeile trotzdem clean und stilvoll. Marius findet es nachhaltig, den Dingen ein zweites Leben zu schenken. Mit guten Design-Ideen und handwerklichem Geschick schafft er so günstig eine ganz individuelle, kreative Einrichtung in seinem ganz eigenen Stil.

Auch die Deko seiner Wohnung hat er weitestgehend eigenhändig gestaltet: Bilder malt er selbst, Blumentöpfe oder Design-Objekte töpfert er, Lampen und Leuchtobjekte schweißt er zusammen. Dabei entsteht ein bunter Mix aus selbst gemachten Möbeln, Deko und Vintage-Teilen.

Bau- und Upcycling-Hobby wird zum Beruf

Schon während seines Studiums hat Marius sich mit nachhaltigem Bauen beschäftigt und im Garten der Eltern ein erstes Tiny Haus gebaut. Das machte ihm so viel Spaß, dass daraus peu à peu ein richtiges Business geworden ist. In einem kleinen Dorf in der Umgebung hat er weitere Tiny Häuser gebaut, mit upgecycelten Möbeln eingerichtet und vermietet sie nun als Ferienwohnungen. Aus seiner Liebe zum Upcycling und Bauen ist mittlerweile sein Beruf geworden. Kürzlich ist er für sein Tiny-Haus-Konzept sogar mit den Tourismuspreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden.

Enge Familienbande

Die Kreativität und das handwerkliche Geschick liegen in Marius Familie: Seine Mutter ist Töpferin, sein Vater Handwerker. Viele seiner Ideen setzt er auch mit Hilfe seiner Familie um, mit der er auch engen Kontakt pflegt. Das Haus der Oma bewohnen neben ihm auch sein Bruder und seine Tante. Jeder hat dabei aber eine abgeschlossene Wohnung. In der Garage neben dem Haus haben die Brüder sich zudem eine Werkstatt eingerichtet, in der viele der Bauprojekte umgesetzt werden.

Im wunderschönen Garten haben Marius und sein Bruder gerade ihr letztes Projekt fertiggestellt: eine neue Pergola. Mit Hängesessel, geschweißtem Liegestuhl und Springbrunnen haben sie dort einen grünen Rückzugsort mitten im schönen Lahntal.

Erstmals publiziert am
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Autor/in
Tina Bonin
Eine Frau mit blonden Haaren lacht in die Kamera. Tina Bonin arbeitet als Autorin und Redakteurin ARD Room Tour in Mainz.
Ein Film von
Sascha Bremus (Kamera), Jan Parvu (Kamera/Ton), Frederik Dietz (Drohne) und Diana Kalb (Schnitt).