Mittelrhein

Janina Mehr

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In Sachen Wein ist die in Bonn geborene Janina Mehr Quereinsteigerin – und darauf ist sie zu Recht stolz. Alles, was sie als amtierende Mittelrhein-Weinkönigin heute über Wein weiß, hat sie sich selbst erarbeitet.

Ein Schlüsselerlebnis war für sie ihr Jahr als Ortsweinprinzessin in Rhöndorf. In dieser Zeit reifte der Wunsch, Wein nicht nur zu genießen, sondern auch in seiner ganzen Vielfalt zu verstehen. Die vielen Projekte, die sie während ihrer Amtszeit begleiten und umsetzen durfte, der Austausch mit Winzerinnen und Winzern, das starke Gemeinschaftsgefühl und die Menschen hinter den Weinen begeistern sie bis heute.

„Ich bin kein Profi“, sagt die Mittzwanzigerin über sich selbst, „aber genau das macht mich authentisch.“ Diese Perspektive sieht sie als besondere Stärke. Viele Menschen wüssten gar nicht, dass sie in einem Weinbaugebiet leben. Ihnen die regionale Weinkultur näherzubringen und Berührungsängste abzubauen, ist für Janina ein wichtiger Antrieb für ihre Bewerbung um das Amt der Deutschen Weinmajestät.

Anspruch Wein erlebbar zu machen

„Hier geht es um Wissen, Leidenschaft und Emotionen, die vermittelt werden sollen – nicht kompliziert oder schwer, sondern leicht verständlich, direkt, und so faszinierend, wie Wein nun einmal ist“, erklärt sie. Statt komplizierter Fachsprache brauche es Erlebnisse, die Wein erlebbar machen – etwa After-Work-Weinevents, Weinfestivals, passende Speisebegleitungen oder soziale Medien mit authentischen Einblicken hinter die Kulissen. „Es sind die kleinen Dinge im Leben, die wir feiern können und sollten, aber natürlich auch wegweisende Ereignisse wie eine bestandene Prüfung, ein neuer Job oder eine Verlobung“, sagt Janina Mehr.

Bei solchen Anlässen greift sie gerne zu einem Gelben Muskateller-Sekt. Sein intensives, exotisches Bouquet verbindet sie mit ihrer Heimat und besonderen Menschen. Einer davon ist Alfred Höhler, ein engagierter Rheinbreitbacher Anfang achtzig, der sich seit Jahrzehnten im gemeinsamen Verein „Ziepches Jecke Rhöndorf“ und ihrem Ort überall dort einbringt, wo Hilfe gebraucht wird.

Fan von Thorsten Sträter

Wenn sie die Gelegenheit hätte, mit dem Kabarettisten Thorsten Sträter ein Glas Wein zu trinken, dann fiele ihre Wahl auf einen Mittelrhein-Riesling. „Er hat genauso viele Facetten und Tiefgang wie ein guter Kabarettist“, erläutert Janina mit einem Augenzwinkern. Sie bewundert besonders Sträters Fähigkeit, Humor mit den Herausforderungen des Alltags zu verbinden und dabei stets authentisch zu bleiben.

Privat schätzt sie insbesondere Gemeinschaft, Empathie und Verlässlichkeit – gerne gepaart mit einer Prise Humor. Die Rheinländerin tanzt seit elf Jahren in einer Tanzgarde und lebt nach dem Kölschen Grundgesetz: „Et es wie et es, et kütt wie et kütt und et hätt noch immer joot jejange.“ Der Wein soll auch in Zukunft neben ihrer Arbeit als zahnmedizinische Prophylaxe-Assistentin an der Uniklinik Bonn fester Bestandteil in ihrem Leben bleiben.

Quelle: DWI

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Autor/in
SWR