Meine acht Stunden am Tag stricke ich schon, wenn nicht noch mehr. Ich stricke jeden Abend von acht bis elf. Um 11 Uhr lasse ich die Nadeln fallen, es sei denn ich bin irgendwas Spannendes am Stricken und möchte gern das Endprodukt sehen. Dann kann es auch schon mal halb 2 werden.
Hannelore liebt das Stricken: Gemeinsam mit ihrer Tochter fertigt sie jedes Jahr über 300 Paar Socken an. Man sieht sie nur selten ohne ihre Stricknadeln in der Hand. Selbst beim Kochen wird nebenher gestrickt.
Hannelore verkauft ihre Stricksachen auf dem Wittlicher Weihnachtsmarkt
Über diese liebevoll handgemachten Stücke dürfen sich die Besucherinnen und Besucher des Wittlicher Weihnachtsmarkts freuen. Dort ist Hannelore sehr bekannt: „So viel wie ich weiß, bin ich die älteste hier, habe noch keine gesehen die länger hier ist. Es ist jetzt das 19. Jahr, wo ich dabei bin.“
Die Menschen freuen sich über Hannelores Unikate. Es sind die Begegnungen und das Lächeln ihrer Kundinnen und Kunden, die Hannelore immer weiter antreiben. Der Stundenlohn fällt allerdings nicht so hoch aus:
Wir haben den ausgerechnet. Wir kamen auf 30 Cent. 7-8 Stunden strickt man schon an einem Strumpf. Jetzt sind wir 1 Euro teurer geworden, weil die Wolle wird ja auch teurer.
Doch Hannelore sieht es positiv. Sie freut sich über den kleinen Rentenzuschuss durch ihren Verkauf: „Mein Mann wollte nicht, dass ich arbeiten gehe, ich sollte mich um die Kinder kümmern. Mein Mann war Fernfahrer und immer viel unterwegs – dadurch habe ich jetzt die kleine Rente und sehe zu, dass ich mir ein klein bisschen Taschengeld verdiene.“
Magdalena hat Endometriose
Erst nach zwölf Jahren Schmerz wird es Magdalena diagnostiziert: Endometriose. So meistert sie ihren Alltag, geprägt von ihrer Krankheit.
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