Thorsten hat Parkinson – Lebenswandel durch Hirnschrittmacher

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Von Autor/in Thomas Diehl

Mittelalter Mann mit Brille lächelt. Er trägt eine dunkle Mütze und ein grünes Fleece.
Thorsten ist an Parkinson erkrankt. Immer wieder bekommt er Spastiken und kann seinen Körper nicht mehr richtig kontrollieren.
Thorsten sitzt in einem Krankenhausbett. Seine Haare wurden für die Operation abrasiert.
Thorsten entscheidet sich für eine Operation. Mithilfe eines Hirnschrittmachers möchte er seine Krankheit besser in den Griff bekommen.
Bild aus dem Operationssaal. Eine Ärztin führt Bewegungen mit Thorstens Hand aus.
Mithilfe des Hirnschrittmachers werden Elektroden in Thorstens Gehirn implantiert. Durch die Impulse werden Bewegungsstörungen gelindert.
Thorsten liegt im Krankenhausbett nach der OP. Sein Mann Micha steht neben ihm am Bett und ist für ihn da.
Immer an Thorstens Seite: Sein Mann Micha.

Gescheitert ist es an meiner körperlichen Verfassung. Ich stehe morgens auf und sage ‚Heute mache ich das und das und das!‘ Und abends merke ich, ich habe nur die Hälfte geschafft.


Mit Anfang 40 erhält Thorsten die Diagnose Parkinson. Eine Diagnose, die sein Leben komplett verändert. Der Eventmanager und Designer war ein echter Workaholic, bis er merkt, es geht nicht mehr. Heute arbeitet er nur noch einen Tag pro Woche.

Durch die Parkinson-Krankheit sterben in Thorstens Gehirn nach und nach die Nervenzellen ab, die Dopamin produzieren. Ohne das können die Muskeln nicht gesteuert werden. Das führt dazu, dass Thorsten im Alltag immer wieder Kontrollverluste verspürt, Spastiken bekommt, seine Sprache nicht mehr richtig steuern kann und viele Tabletten nehmen muss.


Da die Krankheit Thorstens Alltag stark beeinträchtigt, entscheidet er sich für einen Eingriff am Gehirn und lässt sich einen Hirnschrittmacher implantieren: „Es ist schon so, dass die OP nicht ohne ist. Und wie verändert sich mein Gesundheitszustand? Das weiß keiner.“


Die Operation verläuft gut. Thorsten hat viele Menschen um sich herum, die ihn unterstützen. Das gibt ihm Kraft: „Es ist schön zu wissen, dass es da Menschen gibt, die an einen denken. Das gibt dem Ganzen auch etwas Positives.“


Durch den Eingriff konnte Thorsten seine Medikamente um zwei Drittel reduzieren und fühlt sich wieder selbstbestimmt. „Es ist keine Heilung. Die Krankheit wird aufgehalten. Ich erkläre es immer so, dass die Krankheit um 6 Jahre zurückgestellt wurde. Vorher war das Parkinson, derjenige, der meinen Alltag definiert hat und jetzt kann ich meinen Alltag wieder so gestalten, wie ich das will.“


Nach der OP fühlt er sich wieder so gut, dass er sich einen lang ersehnten Traum erfüllen kann: Eine eigene kleine Schafherde. Nicht nur der Kontakt zu den Tieren tut ihm gut, sondern auch der tägliche Spaziergang zu ihnen. „Ein Klappstuhl, ein Stück Kuchen und ein Kaffee auf der Schafswiese und der Tag ist gerettet.“

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Thomas Diehl
Onlinefassung
Inga Malin Köberich
Portrait Inga Malin Köberich